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Autor: Thomas

Angekommen

Angekommen

Erster ganzer Tag in Schweden. Und, naja, so ganz angekommen sind wir tatsächlich erst heute Nachmittag, als wir dem Platz hier gefunden haben.

Richtig idyllisch. Fast schon kitschig. Ruhig und entspannt.

Wo genau wissen wir gar nicht. Irgendwo nördlich von Karlskrona. Einfach der Landstraße gefolgt und ganz chillig mal rechts abgebogen. Zack, Urlaub.

Stutzig macht uns eigentlich bloß der Fettsack-Nachbar hier auf dem Platz. Volles Survival-Equipment. Lässt die zwei Kinder im Breivik-Style mit Spielzeug-Knarren über den Platz laufen und hört laut Ami-Schlager aus den 1960ern. Bissl spooky.

Apropos spooky: Nachtrag zu gestern:

Kurz östlich hinter Ystad bei „Ales Stenar“ auf einem als Stellplatz umfunktionieren Fußballplatz die Nacht verbracht. Ein echt mystischer Ort. Also, Ales Stenar. Nicht der Fußballplatz. Alles Wikinger-Grab oder irgendwas mit Hinkelsteinen …

Der schönste Zoo Europas?

Der schönste Zoo Europas?

Um unsere Antwort vorweg zu nehmen: kann man so sagen – muss man aber nicht.

Wir haben schon einige Zoos und Tierparks gesehen. Einigte waren schön, andere nicht. Manche waren fürchterlich und ein paar waren toll. Rostocks Zoo gehört sicherlich zu den schöneren. Aber der schönste? Muss sich jeder selber seine Meinung bilden.

Morgen kommt dann der schlimmste Teil von allen: fünf Uhr morgens aufstehen. Ein Montag, wie er schlimmer nicht beginnen könnte. Ober besser: wann er schlimmer nicht beginnen könnte. Weil es nämlich mit Sicherheit ein toller Montag werden wird:

Überfahrt nach Schweden. Und Frühstück an Bord. Und dann …

… dann fängt der Trip eigentlich erst richtig an. Mit unbekanntem Terrain, neuen Eindrücken, Ablenkung und Abwechslung vom Alltag.

Ach ja, der Platz hier ist schön. Kein Camping-Platz. Eher komfortabler Stellplatz. Rudimentäre, aber für uns und unsere Zwecke völlig ausreichende Ausstattung. Nette und hilfsbereite Betreiber. Und zentral. Also alles richtig. Passt.

Ein Hauch von … Nichts?

Ein Hauch von … Nichts?

Goseck. Mitten im Sachsen-Anhaltinischen Niemandsland. Macht aber nix. Weil: völlig ausreichend.

Schloss – Schnitzel – Stellplatz. Auf knapp halbem Weg zur Küste, am Freitag Abend, bestens geeignet. Ein netter kleiner, familiär geführter Campingplatz mit in Summe weniger als zehn Plätzen.

Morgen zeitig weiter. Höchstwahrscheinlich verpasst man hier … Nichts?

Sand – am Main?

Sand – am Main?

Jawoll! Sand am Main. Tja, was soll man sagen?

Feucht-fröhliches Wochenende, im wahrsten Sinne des Wortes.

Netter Platz am Rande des Städtchen. Schön am See bzw Altwasser des Mains gelegen. Sehr schönes SUP-revier

Komisch ist, dass der Platz für die Dauer-Camper völlig von dem für die Touristen getrennt ist. Aber okay, dann bleiben halt alle unter sich.

Auch komisch ist, der es praktisch leer ist. Wochenende? Top-Wetter? Naja … Passt uns gut.

Der Berg ruft – gleich zweimal!

Der Berg ruft – gleich zweimal!

Könnte es ein Echo sein? Nein! Einmal der Monte Baldo und einmal der Rofan.

Beides Mal mit der Gondel rauf auf bis knapp 2000 Meter – aber das war es schon mit der Gemeinsamkeit.

Zum einen, zum Monte Baldo, musste man von unserem Standpunkt, dem schnuckeligen Limone sul Gerda, mit dem Schiff über den See, nach Malcesine übersetzen. Oben dann viel Wind, Schwärme von Paraglidern und hippes Ambiente – mediterran lässig.

Zum anderen der Rofan. Schroff, noch kälter, in einigen ungünstig gelegenen Senken immernoch 40 cm Schnee und richtig hochalpine Natur.

Auf den ersten Blick viel Gemeinsamkeiten – und doch so unterschiedlich. Eben einmal Alpen-Südseite, nahe der Po-Ebene, einmal in den zentralen Alpen, nördlich des Hauptkammes.

Im Trentino, Abstieg wieder via Seilbahn, in Tirol per Pedes. Gut 900 Höhenmeter fordern auch bergab ihren Tribut.

Oben übrigens noch den „AiRofan“ mitgemacht, den Adlerflug: ein sensationeller Adrenalin-Kick! Ein schnelles und dafür teures aber in jedem Fall lohnendes Erlebnis – unbedingt mehrere Stunden zwischen Frühstück und Flug planen.

Morgen ist es mit der ganzen Herrlichkeit schon wieder vorbei. Nicht wegen dem Wetter, nein, es endet ja bekanntlich eh so, wie es anfängt, es regnet nämlich Hunde und Katzen, nein, weil zwei Wochen Ferien schon wieder vorbei sind und zu Hause wieder sowas wie Präsenz-Unterricht und Out-of-Home-Office wartet.