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Autor: Thomas

Ein Hauch von … Nichts?

Ein Hauch von … Nichts?

Goseck. Mitten im Sachsen-Anhaltinischen Niemandsland. Macht aber nix. Weil: völlig ausreichend.

Schloss – Schnitzel – Stellplatz. Auf knapp halbem Weg zur Küste, am Freitag Abend, bestens geeignet. Ein netter kleiner, familiär geführter Campingplatz mit in Summe weniger als zehn Plätzen.

Morgen zeitig weiter. Höchstwahrscheinlich verpasst man hier … Nichts?

Sand – am Main?

Sand – am Main?

Jawoll! Sand am Main. Tja, was soll man sagen?

Feucht-fröhliches Wochenende, im wahrsten Sinne des Wortes.

Netter Platz am Rande des Städtchen. Schön am See bzw Altwasser des Mains gelegen. Sehr schönes SUP-revier

Komisch ist, dass der Platz für die Dauer-Camper völlig von dem für die Touristen getrennt ist. Aber okay, dann bleiben halt alle unter sich.

Auch komisch ist, der es praktisch leer ist. Wochenende? Top-Wetter? Naja … Passt uns gut.

Der Berg ruft – gleich zweimal!

Der Berg ruft – gleich zweimal!

Könnte es ein Echo sein? Nein! Einmal der Monte Baldo und einmal der Rofan.

Beides Mal mit der Gondel rauf auf bis knapp 2000 Meter – aber das war es schon mit der Gemeinsamkeit.

Zum einen, zum Monte Baldo, musste man von unserem Standpunkt, dem schnuckeligen Limone sul Gerda, mit dem Schiff über den See, nach Malcesine übersetzen. Oben dann viel Wind, Schwärme von Paraglidern und hippes Ambiente – mediterran lässig.

Zum anderen der Rofan. Schroff, noch kälter, in einigen ungünstig gelegenen Senken immernoch 40 cm Schnee und richtig hochalpine Natur.

Auf den ersten Blick viel Gemeinsamkeiten – und doch so unterschiedlich. Eben einmal Alpen-Südseite, nahe der Po-Ebene, einmal in den zentralen Alpen, nördlich des Hauptkammes.

Im Trentino, Abstieg wieder via Seilbahn, in Tirol per Pedes. Gut 900 Höhenmeter fordern auch bergab ihren Tribut.

Oben übrigens noch den „AiRofan“ mitgemacht, den Adlerflug: ein sensationeller Adrenalin-Kick! Ein schnelles und dafür teures aber in jedem Fall lohnendes Erlebnis – unbedingt mehrere Stunden zwischen Frühstück und Flug planen.

Morgen ist es mit der ganzen Herrlichkeit schon wieder vorbei. Nicht wegen dem Wetter, nein, es endet ja bekanntlich eh so, wie es anfängt, es regnet nämlich Hunde und Katzen, nein, weil zwei Wochen Ferien schon wieder vorbei sind und zu Hause wieder sowas wie Präsenz-Unterricht und Out-of-Home-Office wartet.

Endlich den See seh’n

Endlich den See seh’n

Flucht aus der Camping-Falle am flachen Südost-Ufer, hin an die steile nordwestliche Seite. Ein Unterschied, wie sonniger Tag und stürmische Nacht.

Im ersten Moment erschien selbst uns unser wirklich fluchtartiger check-out ein wenig überstürzt. Doch im Nachhinein betrachtet, was es die richtige Entscheidung.

Spontan den wunderbar gelegenen Platz in Limone sul Garda angesteuert – den, den wir auf der Rückfahrt von Sardinien vor knapp zwei Jahren in einer waschküchenartigen Wetterlage verlassen haben.

Schön hier. Schöne, sonnige, einsame Ecke erwischt, nicht direkt am See aber in Sichtweite, und mit dem SUP unter dem Arm, bequem in knapp einer Minute erlaufbar. Ruhig, familiär und völlig cool und entspannt. Kein Vergleich zum vorherigen Platz …

Heute übrigens in Deutschland eine Covid-19 7-Tage-Inzidenz so niedrig, wie im April letztes Jahr auf dem Höhepunkt der ersten Welle. Damals Schockstarre – heute Öffnungs-Orgien. So ändern sich die Zeiten. Bei dem Verhalten einiger Touristen und der Strategie der Behörden, vor allem staatenübergreifend, noch bemerkenswerter.

Ausführliche Gedanken nach 15 Monaten Pandemie und drei Camping-Trips in völlig unterschiedliche Regionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Krise vielleicht in einer lauen Frühlings-Nacht, im Heimathafen des Busgetiers.

Wenn ich den See seh …

Wenn ich den See seh …

Jaaa, wenn! Also, der Campingplatz selbst liegt schon direkt am See. Aber sehen wird man den See von den meisten Plätzen aus nie. Zu weit weg. Zu verbaut.

Das Beitrags-Bild zeigt den Blick ca auf der Hälfte vom Weg von unserem Platz zum See.

Wir haben schon vor Wochen reserviert – dafür auch den Katzen-Platz bekommen. Etwa 800 Meter weit weg vom See. Nahe an der Bundesstraße. Noch näher am Klo. Also … Ach, lassen wir das. Schwamm drüber.

Der Platz selbst ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Abgesehen von unserem echt miesen Stellplatz. Es wird halt viel Wert auf Entertainment gelegt. Gym, Fitness, Wellness, Animation, Shows, etc. Und die schiere Größe – ich denke knapp 5000 Plätze, inklusive Mobil-Heime, zählt die Anlage – Mann einen ruhigen Aufenthalt kaum möglich. Und dann sind da ja noch die Klo-Spülungen …

Der Plan steht: spätestens übermorgen siedeln wir um an das westliche Ufer. Da kann man wenigstens nicht weit weg vom Wasser.