Durchsuchen nach
Kategorie: Allgemein

Wander-Arbeit

Wander-Arbeit

Die Saison für Urlauber scheint hier praktisch vorbei zu sein.

Gestern Abend, hier am Campingplatz: vier 80-Mann-Reisebusse mit bulgarischem Kennzeichen ergießen ihre Fracht nacheinander auf den Platz. Im Anschluss, säuberlich, in nach Geschlecht getrennte Vierer-Grüppchen aufgeteilt, schleichen sich die Leute in alle Richtungen in inzwischen größtenteils verlassene Mobilheime und Bungalows. Nach Urlaub haben die irgendwie nicht ausgesehen. Riesige Reisetaschen und Plastiktüten voll Klamotten.

Bissl Recherche: http://erntehelfer-aus-bulgarien.de/referenzen.html Könnte doch sein.

Is ja nix dabei. Bissl befremdlich kommt es einem schon vor. Vor allem: seitdem hat man von den Leuten nix mehr gehört und gesehen.

Wie auch immer: schön is es hier. Kalt war es heute Nacht hier im Wald. 6°C sind nicht viel.

Nachher vielleicht ein kleiner Spaziergang um den See. Böse Zungen behaupten, wenn ich einen Ausflug planen würde, würde es immer im Desaster enden. Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Naja, vielleicht auch eine Form von Wander-Arbeit: Wandern, das in Arbeit ausartet.

Brügge sehen und …

Brügge sehen und …

… nix und. So schön is a net. Okay, doch: nett. Aber mehr auch net.

Eigentlich ziemlich schön, doch doch. Aber Fluch und Segen solcher Städte gleichermaßen: Sie ersticken daran, ihr eigenes Museum zu sein. Völlig überlaufen. Hektisch. Grachten-Fahrt hier, Kutsch-Fahrt dort, asiatische Touristen-Schwärme so weit das Auge reicht. Und überall belgische Waffeln …

Kein Platz mehr für Romantik, Gemütlichkeit und ein wenig Besinnlichkeit, die eigentlich angebracht wäre in einer Stadt mit so viel Charme, Kultur und Melancholie.

Drum: schnell ab in den Bus, Augen zu und morgen auf in die Ardennen.

Kegel-Robben

Kegel-Robben

Nein, hier geht es nicht um einen niederländischen Fußball-Star der Pylonen mit dem Ball umkreist.

Mit einem Tag Verspätung haben wir das Verkehrsmittel gewechselt und an einer Robben-Tour durch die Westerschelde teilgenommen.

90 Minuten auf ungewohntem Terrain, sprich Wasser – nicht jedem der Busgetier-Besatzung ist der Wellengang bekommen.

In Summe irgendwie enttäuschend. Unser Kutter musste aus Gründen des Naturschutzes immer so um die 100 Meter Abstand zu den Tierchen halten und an Bord wurde sogar der Betrieb der Lautsprecher-Anlage eingestellt, damit das edle Getier nicht gestört wird. Klingt irgendwie heuchlerisch, wenn dann nebenan die Ozean-Riesen, die Frachter und Tanker aus z.B. Antwerpen durchschieben.

Aber im Hafen von Breskens gibt’s lecker frischen Fisch! Kibbeling und fritierte Muscheln! Auch das ist nicht jedem bekommen.

Weltstadt mit Herz

Weltstadt mit Herz

Gestern Amsterdam. Fantastisch. Was für eine Stadt.

Vorab: toller Campingplatz am Rande der Stadt. Nix, wo man seinem Jahres-Urlaub verbringen möchte. Aber groß genug, ordentlich große Parzellen, saubere Sanitär-Anlagen, Shop, freundliche Mitarbeiter … Empfehlenswert.

Und dann diese Stadt … Hauptstadt eben. Metropole, Zentrum. Abgesehen von Sehenswürdigkeiten muss man sich wundern, wie ein Zusammenleben von über 180 Nationalitäten friedlich und harmonisch funktionieren kann. Ich find es toll und beneidenswert! Man spürt in jeder Ritze und Fuge Freundlichkeit, Gastfreundschaft, Toleranz und Lebenslust! Könnten sich einige andere Städte ungesehen eine dicke Scheibe davon abschneiden.

Okay,stressig ist es auch. Laut, dreckig und hektisch. Aber wo ist es das nicht?

Ohne Holland …

Ohne Holland …

… fahr’n wir zur WM, ohne Holland fahr’n wir zur WM!“

Okay, einmal musste das sein. Denn hab ich mir aufgehoben. Aber jetzt ist gut. ‚tschuldigung.

Zur Sache: schon lange nichts mehr gepostet, weil es schon lange nix mehr zum posten gab. Ganz einfach. Seit Duisburg, also seit Sonntag kaum Ereignisse. Sind über Gronningen und Den Helder jetzt hier, nördlich von Den Haag gelandet.

Gronningen war ganz nett. Klein, weltoffen, zufällig in ein kleines Festival geraten. Aber auch nichts sooooo besonderes. Wenn man mal in der Gegend ist …

Die Inseln sind gar nicht so einfach zu erreichen. Zumindest nicht spontan. Und müssen furchtbar überlaufen sein. Drum weiter, südlich gefahren.

Camping am Meer gestaltet sich auch schwierig und des Niveau der Campingplätze mutet eher französisch an. Die Niederländer an sich sind zwar Camping-verrückt – aber ich scheine irgendwie abgehobene Ansprüche zu haben. Naja …

Hier ist glaub ich ein guter Ausgangspunkt für Unternehmungen. Das Wetter spielt auch wieder bissl mit. Kein Regen mehr und Aussicht auf über 22°C.

Zusammenfassend kann man sagen: die Niederlande haben mich jetzt noch noch sooooo gecatcht wie ich gehofft hatte. Aber kann ja noch werden. Und ich glaube den Grund zu kennen, warum die Holländer zwischen Juni und September unsere Autobahnen mit ihren Wohnwagen zuparken.

Das Betrags-Foto vom Strand ist von gestern aus der Nähe von Den Helder. Der Eindruck mag täuschen: es war windig, regnerisch und irgendwie kalt.