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Autor: Thomas

Beste Aussichten

Beste Aussichten

Großbüchelberg. Für’n Wochenende okay. Mit Freunden … Mei, ham’s mir schee.

Noch nie so lang rangieren müssen um die Fuhre halbwegs grad zum stehen zu kriegen. Eine Nacht mit Kopf nach unten schlafen reicht.

Aber die Aussicht vom Pool … Grandios.

Was irgendwie bemerkenswert ist – ohne es zu werten: es handelt sich um einen Wellness-Campingplatz. Kinder haben zum Beispiel nur zu bestimmten Zeiten Zutritt zum Pool. Und ich hab mich noch gewundert, warum die alle alle so geguckt haben wegen meiner Arsch-Bombe.

Lipno, der See und drumherum

Lipno, der See und drumherum

Einen Nachtrag zu unserem letzten Stop auf diesem Trip sind wir noch schuldig.

Die Moldau, in den 50ern zu einen See aufgestaut und in den 90ern wohl aus dem Dornröschenschlaf des Ostblocks wachgeküsst: Lipno und sein Stausee.

Lipno selber ist eigentlich ein kleiner Ort, der sich voll dem Tourismus verschrieben hat. Sommer wie Winter. Da gibs ne Gondel den Berg hoch, nen Waldwipfelweg, alle möglichen Arten von Wanderungen, Aktivitäten auf und um den See, im Winter wird Ski gefahren – und unser Highlight war eine Tretroller-Dowhill-Tour von der Bergstation bis zum Seeufer. Action pur für kleines Geld.

Dort gibts noch viel zu erleben. Da waren wir nicht das letzte Mal.

Die frischen Eindrücke nach der Ankunft haben sich am zweiten und dritten Tag bestätigt: Nette und offene Menschen, tolle Landschaft, lecker Essen … könnt man eigentlich öfter herkommen. Zumal das Preisniveau deutlich niedirger ist als diesseits der Grenze.

Heut Morgen hat dann das Wetter umgeschlagen. Das hat dann den Abschied und somit das Ende des Trips nicht mehr ganz so schwer gemacht.

Ach ja, Vietnamesen-Märkte gibts immernoch. Hatte ich irgendwie anders in Erinnerung. War nix los. Außer Ramsch, billigen Nippes, schlechte Marken-Kopien und nicht mal ganz so günstigen Alkohol gibts eh nix. Naja, vier Stangen Marlboro gekauft und hepp, rüber über die Grenze.

Zwischenstopp im Biergarten in Regensburg und ab nach Hause. Finish!

Česká republika

Česká republika

Ein neues Land auf unseren Europa-Puzzle: die tschechische Republik.

Eigentlich auch nix anderes als wie gestern in Österreich oder nebenan im Bayrischen Wald. Bloß, dass die hier nicht so gut Deutsch sprechen und so ne komische Währung haben. Aber gut, irgendwas ist ja immer …

Ernsthaft: der erste Eindruck war, dass man willkommen ist. Freundliche, offene und herzliche Menschen. Da kann sich der bayrische Teil dieses Mittelgebirges echt was abschneiden.

Und alles irgendwie … Naja, so gar nicht tschechisch, so gar nicht Ostblock-mäßig. Natürlich ist so ein Vorurteil saublöd, klar, aber was willst machen? In den 90ern hat es hier auch echt noch wüst ausgeschaut. Aber jetzt? Wie woanders auch. Klar. Was auch sonst? Was haben wir erwartet? An jeder Ecke Vietnamesen-Märkte. Scheint es auch nicht mehr zu geben.

Wie auch immer: schöner Platz, schöner See, gutes Essen, schönes Gewitter … Alles bestens.

Billig is es hier. Ein komplettes Abendessen für drei hungrige Busgetiere mit jeweils zwei Getränken und Nachspeise für knapp 800 CZK, also gut 30 €. Und lecker noch dazu, mit Blick auf den See – kannst nix sagen.

Grad hat es gewittert wie blöd, die Nacht über wird es wohl regnen, mal schauen, was der Tag morgen so bringt.

Vienna calling

Vienna calling

Gestern volles Kontrast-Programm: aus der steirischen Provinz direkt in die quirlige Hauptstadt.

Zwei Nächte in Seefeld verbracht. Nur der liebe Gott und die Camping-App wissen wohl genau, wo das ist. Aber gut getan hat der Aufenthalt. Mal nix machen. Erzwungenermaßen. Erstens weil es dort nix zum unternehmen gab und was man hätte unternehmen können, nämlich baden im örtlichen Angel-Teich, ging auch nicht, weil das Wetter mal zur Abwechslung richtig mies war. Kalt, windig und regnerisch. Naja, ein zweiter Platz beim Busgetier-internen Backgammon-Turnier ist doch auch was.

Und gestern dann Wien. Völliges Gegenteil zu den Tagen davor. Eine Metropole wie ich sie selten gesehen habe. Völlig unterschätzt! Groß, quirlig, laut und schnell. Aber irgendwie gemütlich und freundlich. Gestern nur einen Überblick, heute dann volles Programm. Wir sind gespannt!

Carlos en las montañas*

Carlos en las montañas*

All Mächt, ham’s mir schee …

Erst mit der Gondel noch auf 2.700 Meter zum Dachstein-Gletscher, bei perfektem Wetter die Treppe ins Nichts, die Hängebrücke, den Eispalast, den Skywalker und die Aussicht genossen und anschließend im Tal im See abgekühlt. Herrlich!

Zum Thema Gletscher nochmal: vor ein paar Jahren waren wir schon mal auf einem Gletscher. Woanders. Hintertux glaub ich. Egal. Damals war ich noch der Meinung, dass so viel Tourismus nicht gut ist. So viele Leute mit so wenig Respekt vor dem Berg und der Natur. Was machen die alle dort oben? Dort, wo sie selbst niemals aus eigener Kraft hinkommen würden? Wir übrigens nicht ausgenommen.

Naja, einige Jahrhundertsommer und -winter später denke ich: Karrt sie alle da hoch! Alle! Alte, junge, kranke, dicke, dünne und auch die Dummen! Besonders die Dummen! Alle! Weil lang gibt’s diese Welt nicht mehr. Und je mehr davon wissen umso größer wird das Bewusstsein und der Respekt vor unsrer Natur. Vielleicht hilft es, das schlimmste zu verhindern.

* Karl auf dem Berg.