Den selben Campingplatz zweimal ansteuern?

Den selben Campingplatz zweimal ansteuern?

Gestern erst hatten wir es drüber: man sollte niemals einen Campingplatz, der einem schon mal gefallen hat, ein zweites mal ansteuern. Niemals. Das zerstört die Magie. Ging schon zu oft schief. Auch in der letzten Woche. Schon wieder. Kaputt. Entzaubert. Schade drum.

Aber heute … Diesmal hat es funktioniert. Man muss auch dazu sagen: letztes Jahr hat es uns hier nicht sooooo wahnsinnig gut gefallen. Deswegen waren wir vielleicht diesmal nicht enttäuscht.

DSGVO … mit so nem weltfremden Scheiß muß man sich im Urlaub rumkarpfen.

DSGVO … mit so nem weltfremden Scheiß muß man sich im Urlaub rumkarpfen.

Irgendwie kam es dann doch überraschend: DSGVO. Datenschutz-Grundverordnung.

Nett gemeint. Sicher mit dem ehernvollen Ziel, den großen Konzernen das Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten zu erschweren. Aber ehrlich: Stört das einen Konzern wie Google? Oder Facebook? Oder Apple? Oder Amazon? Ich glaube nicht. Die stellen halt noch zwei Dutzend weitere Datenschutzbeauftragte und Anwälte ein – das macht dann wieviel Promill der Gesamtbelegschaft aus? Kaum messbar.

Aber dem freien Fotografen, dem Selbständigen Fließenleger, dem Arzt oder Physiotherapeuten. Oder eben irgendwie privat orientierte Reiseblogger, also irgendwie jedem, der eine Webseite betreibt … die brauchen alle einen Datenschutzbeauftragten oder einen der sich damit auskennt? Falls die denn Daten sammeln (was sie ja bisher auch taten: Kundenkartei nannte man sowas mal), was können die denn bitte für fürchterlich schlimmen Nutzen draus ziehen?

Mag jeder selbst urteilen.

Ich denke, das Busgetier ist sauber jetzt. Verzeiht nervige Cookie-Abfragen und dass die Kommentar-Funktion vorübergehend aus und jetzt wohl ein wenig umständlicher ist. Und wem noch irgendwas unklar ist: Datenschutz. Nach dem Urlaub kümmere ich mich nochmal ausgiebig drum.

Portoferraio, LI, Italien

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Elba erste Hälfte

Elba erste Hälfte

So, nun haben wir die eine Hälfte von Elba gesehen, den Westen. Fazit: seeehr schöne Landschaft, alles sehr ursprünglich. Teilweise ist es schon fast zu ruhig. Mal schauen was der Osten so zu bieten hat….. Ein paar Impressionen vom Westen…..

Überholspur im Stau

Überholspur im Stau

Also, Video-Maut ist schon eine tolle Sache. Kannst vorab kaufen, zum Beispiel bei den gelben Engeln vom ADAC. ANSIFAG kennt also den Uwe und lässt ihn direkt durch, wenn die Kameras sein Kennzeichen erfassen. Funktioniert super.

Bringt aber halt nix, weil ja Stau ist am Brenner. Und alle, die vorher schon die Mautgebühr entrichtet haben stehen genauso im Stau und warten genauso weil es ja nach der Mautstelle auch nicht weitergeht. Aber was soll’s. Is ja Urlaub. So viel Zeit muss sein.

A propos Maut: Ich bin für eine Autobahn-Maut. Auch in Deutschland. Und für Tempolimit 130 km/h. Sooo angenehm, ohne Selbstmörder im Rückspiegel zu fahren. Wenn der Verkehr mal rollt. Und das tut er auf Mautpflichtigen Straßen irgendwie besser. Klar eigentlich, die Finanzierung der Infrastruktur ist ja gesichert.

Pisa, PI, Italien

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Gedanken zum Urlaubsstart

Gedanken zum Urlaubsstart

Manchmal kommt man ja ins Grübeln. So ab und zu. So zum Beispiel, wenn man was sieht und sich denkt: „Mensch, das wär doch auch was für mich.“

Geschehen zum Beispiel letztes Jahr, um Pfingsten rum. Zwei Nächte an einem wundervollen Campingplatz in Tirol, an einem kalten Gebirgssee verbracht. Und der Besitzer, ein Pfundskerl … der fährt mit seinem Rasenmäher über den Platz, empfängt neue Gäste, serviert nebenbei noch Schnitzel in der Wirtschaft nebenan und macht einen völlig entspannten und glücklichen Eindruck.
Also: Platzwart auf`m Campingplatz. Des wär doch toll …

So weit – so gut. Doch dann, nicht mal zwei Wochen später, auf dem Rückweg nach Norden, nach einem Mords-Stau über den Brenner sind wir wieder dort gestrandet. Und der Typ war immernoch da. Ist immernoch mit dem Rasenmäher über den Platz gefahren. Hat immernoch neue Gäste empfangen. Und hat immernoch Schnitzel serviert. Und: Er sah zwar immernoch genauso glücklich, zufrieden und entspannt aus wie nicht mal zwei Wochen davor.

In den zwei Wochen haben wir so viel Neues gesehen. So viele unbekannte Plätze entdeckt. So viele neue Eindrücke gesammelt. Waren so oft im Meer schwimmen und hatten so viel Spaß und Abwechslung, dass es uns vorkam wie zwei Monate statt zwei Wochen.

Und der Platzwart war immernoch da. Zwei Wochen lang. Jeden Tag. Sieben Tage die Woche. 24 Stunden am Tag: Rasenmäher fahren, Gäste empfangen, Schnitzel servieren.
Er war vor zwei Wochen da, war damals da, wird zwei Wochen später noch da gewesen sein, wird in zwei Monaten und nächstes Jahr auch noch da sein.

Und so war es: Vorgestern Abend, nach einem Mords-Stau um und in München. Er hat uns empfangen und uns Schnitzel serviert. Den Rasen mähen haben wir ihn nicht gesehen – wir sind früh aufgebrochen. Aber er sah immernoch recht zufrieden aus.

Was ich damit sagen will: Für mich wäre es vielleicht doch nichts. Obwohl Campingplatz spielen mit Playmobil schon sakrisch Spaß macht. Was ich bin und was ich mache gefällt mir schon ganz gut. Und mir bleibt nur, tief zu seufzen und zu sagen: „Mensch, haben wir es gut.“

War übrigens wieder ein Mords-Stau am Brener dann. Aber okay, was macht man nicht alles.

Pisa, PI, Italien

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