Fast wie Heim kommen

Fast wie Heim kommen

Zum Ausklang mal wieder Cavallino. Einer der schönsten Campingplätze. Ideal, um zum Abschluss nochmal in Ruhe zwei Tage Sonne zu tanken und um zu entspannen, bevor es über’n großen Berg wieder in heimatliche Gefilde geht.

Klar, kein landschaftliches und kulturelles Highlight. Aber – auch aufgrund der schwierigen Mobilfunk-Versorgung und des horrend teureren W-Lan am Platz – ruhig und entspannend.

Gestrandet in der Urlaubs-Hölle

Gestrandet in der Urlaubs-Hölle

In den frühen 80ern, mit Oma und Opa, zwei Wochen Italien: das Größte.

Gute 30 Jahre später hatte ich sie echt vergessen: die Ecke südlich von Venedig, die Adria runter bis mindestens Rimini: Strände, Hotel-Burgen und Luna-Parks, so weit das Auge reicht. Diese Gegend muss dem Begriff „Teutonen-Grill“ geprägt haben.

Der Erinnerung an einen alten Spiegel-Artikel folgend, dass Gioggia die lohnende Alternative zu Venedig sein soll, spontan und unter Berücksichtigung des erwarteten Wetters im Trentino und Südtirol zur Abwechslung mal tief ins Klo gegriffen. Kann passieren.

Elba zweite Hälfte

Elba zweite Hälfte

Rückkehr zum Festland: Zeit zum Schreiben.

Also, unser zweiter Besuch auf Elba hat die Insel ein wenig entzaubert, unseren ersten Eindruck jedoch bestätigt: eine wunderbar entspannte kleine Urlaubs-Insel.

Der östliche Teil der Insel war schnell erkundet. Ziemlich ruhig und ereignislos. Mag in der Haupt-Saison anders sein.

Wir haben die vergangenen Tage zum Essen, Faulenzen, Zocken, Geburtstag feiern, Essen (man, war der Fisch lecker), Baden, braun werden, Essen und Ausschlafen genutzt.

Planmäßig geht es jetzt Richtung Norden, zu einem der oberitalienischen Seen. Bissl Action auf dem Wasser. Vielleicht.

Den selben Campingplatz zweimal ansteuern?

Den selben Campingplatz zweimal ansteuern?

Gestern erst hatten wir es drüber: man sollte niemals einen Campingplatz, der einem schon mal gefallen hat, ein zweites mal ansteuern. Niemals. Das zerstört die Magie. Ging schon zu oft schief. Auch in der letzten Woche. Schon wieder. Kaputt. Entzaubert. Schade drum.

Aber heute … Diesmal hat es funktioniert. Man muss auch dazu sagen: letztes Jahr hat es uns hier nicht sooooo wahnsinnig gut gefallen. Deswegen waren wir vielleicht diesmal nicht enttäuscht.

DSGVO … mit so nem weltfremden Scheiß muß man sich im Urlaub rumkarpfen.

DSGVO … mit so nem weltfremden Scheiß muß man sich im Urlaub rumkarpfen.

Irgendwie kam es dann doch überraschend: DSGVO. Datenschutz-Grundverordnung.

Nett gemeint. Sicher mit dem ehernvollen Ziel, den großen Konzernen das Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten zu erschweren. Aber ehrlich: Stört das einen Konzern wie Google? Oder Facebook? Oder Apple? Oder Amazon? Ich glaube nicht. Die stellen halt noch zwei Dutzend weitere Datenschutzbeauftragte und Anwälte ein – das macht dann wieviel Promill der Gesamtbelegschaft aus? Kaum messbar.

Aber dem freien Fotografen, dem Selbständigen Fließenleger, dem Arzt oder Physiotherapeuten. Oder eben irgendwie privat orientierte Reiseblogger, also irgendwie jedem, der eine Webseite betreibt … die brauchen alle einen Datenschutzbeauftragten oder einen der sich damit auskennt? Falls die denn Daten sammeln (was sie ja bisher auch taten: Kundenkartei nannte man sowas mal), was können die denn bitte für fürchterlich schlimmen Nutzen draus ziehen?

Mag jeder selbst urteilen.

Ich denke, das Busgetier ist sauber jetzt. Verzeiht nervige Cookie-Abfragen und dass die Kommentar-Funktion vorübergehend aus und jetzt wohl ein wenig umständlicher ist. Und wem noch irgendwas unklar ist: Datenschutz. Nach dem Urlaub kümmere ich mich nochmal ausgiebig drum.

Portoferraio, LI, Italien

21 °C few clouds