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Tag: 21. April 2026

Südtirol – die fränkische Schweiz Italiens?

Südtirol – die fränkische Schweiz Italiens?

Irgendwie … man weiß gar nicht, wie man sagen soll … Aber irgendwie sind wir ein bisschen enttäuscht.

Es ist nicht so, dass es hier nicht schön wäre. Wirklich nicht. Ganz tolle Landschaft, großartige Berge, nette Seen und eine einmalige Mischung aus alpinem, schroffem Land und Leute und mediterranem Flair.

Talstation Mendelbahn mir Penegal und geschlossenem Panorama-Gasthof im Hintergrund

Aber irgendwie fehlt was. Was genau? Wir wissen es nicht? Stichwort „Erwartungsmanagement“. „Fahrt nach Südtirol, da ist es schön.“ Sagen irgendwie alle. Ist es auch. Aber die Erwartung ist dann vielleicht derart übersteuert, dass man nur enttäuscht werden kann.

Südtirol. Ist es nicht da, wohin die ersten Touristen in den 60ern des vergangenen Jahrhunderts hin aufgebrochen sind? Dolce Vita und so. Und die haben ihre Kinder und Kindeskinder sozialisiert. Man kann auch wirklich viel tun hier. Aber ein wenig angestaubt ist es schon. So wirklich was machen müssen die hier nicht. Ne Flasche Wein an den Straßenrand, zwei Gläser dazu und die Leute kommen schon von alleine. Wie in der fränkischen. Auch von Generation zu Generation weitergegeben.

Und einen ganz entscheidenden Wettbewerbsvorteil hat man hier auch noch: man versteht und spricht deutsch. Ein Pfund im Tourismus.

Zugegeben: heute Kalterer See und Tramin, gestern Mendelpass und Penegal (geschlossen!), davor Meran. Da ist noch viel mehr! Ein abschließendes Urteil würden wir uns nicht erlauben. Zumal wir, wie gesagt, in einer richtig blöden Zwischenzeit unterwegs sind – nach der Ski- und vor der Sommer-Saison. Trotzdem catcht es uns bisher nicht voll.

Blick vom Mendelpass

Das Wetter ist auf jeden Fall sensationell. 23° und Sonne satt. Darf es Ende April aber auch schon mal haben. Mal schauen, wie wir morgen auf der Plose frieren. Übermorgen Brixen. Mal schauen, was da noch kommt.