Durchsuchen nach
Kategorie: Allgemein

Wie lang haben wir geschlafen?

Wie lang haben wir geschlafen?

Als wären wir nie weg gewesen: der Murner See, unsere letzte Station im vergangenen Herbst.

Erstaunlich, wie unterschiedlich man einen Platz sich bewerteten kann. Empfang herzlich und unkompliziert, der Platz selbst leer und noch so bissl anarchisch, unsere Parzelle diesmal nicht weit ab vom Schuss im düsteren Wald sondern in erster Reihe am See – und das tolle Restaurant hat noch geschlossen. Also praktisch ganz und gar das Gegenteil vom letzten Aufenthalt.

Naja, wir genießen erstmal den Aufenthalt, ganz entspannt, mit guten Freunden, und feiern ein sonniges und, zugegeben, der Jahreszeit entsprechend, viel zu mildes Season-Opening.

Möge der Frühling beginnen.

WAA NIE

WAA NIE

Waa? Nie? Was? Wann? Hä?

Was damit gemeint ist, hat sich seit den 80ern des vergangenen Jahrhunderts herumgesprochen. Und eine Ortschaft ist damit verbunden wie keine zweite: Wackersdorf.

Inzwischen nicht mehr nur Synonym für eine geplante Wiederaufbereitungsanlage, sondern auch ehemaliges Zentrum des Braunkohle-Tagebaus in der Oberpfalz, und seit einiger Zeit auch mitten in der oberpfälzer Seenplatte gelegen.

Wir sind dieses Wochenende am Murner See. Klingt nach Alpen. Ist es aber nicht.

Netter Platz, netter See, nettes Restaurant, alles nett. Okay, nett ist die kleine Schwester von … Nein, wirklich einfach nett hier. Fürs Wochenende okay – für mehr, für uns, eher nicht.

Den selben Zoo zweimal ansteuern?

Den selben Zoo zweimal ansteuern?

Japp, funktioniert.

Nach dem eher enttäuschenden Zoo-Besuch, zu Anfang unseres Trips in Rostock, zum Abschluss, fast ein wenig aus Verlegenheit, zum zweiten Mal, nach 2017, wieder im Erlebnis-Zoo Hannover gelandet.

Zum zweiten Mal absolut begeistert gewesen.

Im Gegensatz zu unserem Besuch vor vier Jahren war es diesmal kalt, leer und es hat immer mal wieder richtig reingeregnet. Dafür haben sich diesmal – vielleicht sogar deswegen – ganz neue Perspektiven eröffnet. Toll, die Eisbären, die Gorillas und Schimpansen, die Nillpferde und Nashörner (wir nennen letztere liebevoll „Einhörner“).

Bloß der Wombat war auch beim zweiten Male nicht anzutreffen. Man sagt dem possierlichen Beutler ja einen gewissen Eigensinn nach. Wohl zurecht.

Zu guter Letzt noch von unterwegs einen sympathischen Campingplatz gefunden: den Birken-See. Klein, nett und unkompliziert. Und die Autobahn ist fast genauso laut wie daheim – als Einstimmung auf das Ende unsres Trips, da fällt das Heimkommen gleich nicht mehr ganz so schwer.

Warum Brunsbüttel?

Warum Brunsbüttel?

Ja, das fragen wir uns auch: warum, um alles in der Welt, Brunsbüttel?

War doch alles recht einfach, noch in Dänemark: ruckzuck einen, für die Einreise nach Deutschland benötigten Covid-Test gemacht (im Einkaufszentrum, keine drei Minuten, Ergebnis per SMS nach nicht mal 15 Minuten – so geht Digitalisierung!), Autobahn entspannt bis kurz nach der Grenze und dann …

Dann tauchen die ersten PS-Superhelden im Rückspiegel auf. Die alte Leier. Aber darum geht’s jetzt nicht.

Tja, Deutschland, wie Rammstein schon so treffend sang: „Man kann dich lieben.
Und will dich hassen.“

Für Spontaneität ist dieses Land nicht gemacht. Die Gastfreundschaft und Höflichkeit im allgemeinen auch nicht. Wie singt Rammstein weiter? „Überheblich, überlegen. Übernehmen, übergeben.“

Wir haben uns ein oder, wenn’s ganz geil ist, zwei Nächte, in, zum Beispiel Sankt Peter-Ording oder Friedrichskoog vorgestellt. Mittags um eins entweder direkt Schranke zu, alles voll, Mittagsruhe, Anrufbeantworter oder online gleich der Hinweis, man möge ohne Reservierung von spontanen Anfahrten absehen.

So gab es also eine dreistündige Irrfahrt hinterm Deich bis an die Elbmündung.

Entnervt an einem Stellplatz (mehr schlecht als recht) aufgegeben. Man verplempert wahnsinnig viel Zeit mit so einer Irrlichterei. Und nervig und frustrierend ist es auch. Schiffe auf der Elbe geguckt. Immerhin regnet es nicht.

Aber der Italiener hier im Brunsbüttel ist sensationell. Falls es einen also mal nach Brunsbüttel verschlägt …

Über sieben Brücken?

Über sieben Brücken?

Nein, wir sind auf dem Weg zurück nach Süden bisher nur über zwei Brücken gefahren, die diese Bezeichnung auch verdient haben. Aber die beiden hatten es in sich.

Wow! Die Öresundbrücke und die Brücke über den großen Belt. Beides beeindruckende Bauwerke.

Der aufmerksame Busgetier-Follower hat es sicher schon gemerkt: wir haben uns für den Landweg zurück nach Deutschland entschieden. (Wobei, von „Landweg“ kann man, wenn man über solche Brücken fährt eigentlich gar nicht mehr sprechen.)

Als Zwischenstopp sind wir hier auf Fünen gelandet. Im Grunde sicher sehr schön – doch grade lässt uns das Wetter ein wenig in Stich. Heftige Böen zerren am Karl, immer wieder regnet es ein wenig und die Temperaturen klettern kaum über 15 Grad.

Naja, wie gesagt: wenn das Wasser wärmer ist raus die Luft … Pool am Platz hat schon was.