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Autor: Thomas

Wind auf die Mühlen

Wind auf die Mühlen

Windmühlen, Wasser, Pumpen, Holland, … Blablabla. Kann jeder selber nachlesen. Darum geht’s jetzt nicht.

Heute geht’s mal um die UNESCO. Kinderdijk. UNESCO-Weltkulturerbe. Möchte mal wissen was warum dazu auserkoren wird.

Klar, sie Mühlen sind nett anzuschauen, teilweise in Betrieb und einige sogar noch bewohnt. Und sicher auch ein Teil der kulturellen Identität der Niederländer.

Aber so wahnsinnig wichtig? Dass man gleich 9.50 € für einen Parkplatz verlangt? Dass Wohnmobile (und auf einmal ist der Karl ein Wohnmobil!) drei Kilometer weit weg parken müssen, auf einen extra Wohnmobil-Parkplatz – auf dem man aber nicht übernachten darf? Dass man dann die App des Parks gleich so mies designen muss, das praktisch hinten und vorne nix funktioniert? Das pro erwachsener Nase noch 19,50 € Eintritt fällig sind?

Wir reden von einer lt. Google durchschnittlichen Verweildauer von 30 Minuten.

Wir sind dann ohne Eintritt zu bezahlen ein wenig verloren um die Windmühlen geschlichen – das geht immerhin. Man kann dann halt nicht die eine der 16 Mühlen besichtigen, das Museum und das Kino besuchen und sich von einem Schiffchen die Gracht runter schippern (immerhin 800 Meter weit) lassen.

Wäre nicht so enttäuschend gewesen, wenn es nicht Weltkulturerbe und damit wahrscheinlich auch nicht so aufgeblasen wäre.

Dafür war Middelburg und der Apfelkuchen sowie die Waffeln und der Pfannkuchen dort überraschend schön bzw. lecker.

Jetzt noch Zwei Nächte am Meer, morgen ein ganzer Tag am Strand bevor es wieder richtig Deutschland geht.

Europas größter

Europas größter

Hafen. Rotterdam. 42 km. Lang.

Irgendwie wie das meiste im den Niederlanden: offen, freundlich, selbstbewusst und immer ein wenig niedlich.

Rotterdam selbst ist eine echte Weltstadt. Zwar „nur“ knapp einer dreiviertel Million Einwohner groß, dafür aber durch den seit Jahrhunderten wichtigen Hafen einfach wahnsinnig kosmopolitisch.

Sehr interessant ist, das nach der fast vollständigen Zerstörung im WW2 bewusst drauf verzichtet hat, alles wieder originalgetreu wieder aufzubauen sondern bewusst Platz für neues geschaffen hat. Hat sich bis heute bewährt und in der Mentalität der Menschen festgesetzt. Das macht es sehr spannend.

Wir streichen hier morgen die Segel und lassen uns mit dem Wind ein wenig richtig süßen treiben und legen planmäßig in Zeeland an, noch zwei Tage die Sonne und das Meer genießen, bevor es Ende der Woche wieder Richtung Deutschland geht.

Regierungssitz. Nicht Hauptstadt.

Regierungssitz. Nicht Hauptstadt.

Klingt kurios. Ist aber gar nicht so ungewöhnlich. Unter anderen Südafrika, Bolivien – und eben die Niederlande haben Hauptstädte die nicht gleich deren Regierungssitz ist. Hauptstadt der Niederlande ist Amsterdam, Regierungssitz Den Haag.

Eine vergleichsweise kleine aber dennoch offene, bunte und quirlige Stadt. Natürlich gibt’s viel zu sehen, viel Kultur und viel Geschichte.

Hängen geblieben ist der Friedenspalast, in dem u.a. der europäische Gerichtshof seinen Sitz hat und der den ein oder anderen Staatschef aka Kriegsverbrecher der jüngeren Vergangenheit in Abwesenheit verurteilt hat. Vor eben diesen Gebäude brennt ein ewiges Feuer, die europäische „Weltfriedensflamme“. Um die Flamme herum haben viele Staaten, als Zeichen ihres Willens sich um Frieden in der Welt zu bemühen, symbolisch Steine abgelegt. 192 Länder haben sich beteiligt. Alle haben sie zugestimmt.

Klappt offensichtlich nicht ganz so mit dem Willen zum Frieden.

Strand-Bad oder Badestrand?

Strand-Bad oder Badestrand?

Scheveningen. Ganz klar: beides.

Der Haus-Strand von Den Haag, nur einen Steinwurf von der Innenstadt entfernt und mir der Straßenbahn für zu erreichen ist ein altes, mondänes Strand-Bad und gleichzeitig auch Glas Flaniermeile und Vergnügungspark für die Großstadt.

Man kann Riesenrad fahren, Bungee springen und allerlei Sachen erleben, unter anderem gibt’s sogar ein Casino. Oder man kann einfach nur am Strand liegen.

Für uns ein bisschen zu viel Bling-Bling. Lieber weiter zum Camping Jagdtveld, unserem Stützpunkt für dir kommenden Tage.

LaPaDu*

LaPaDu*

*Landschafts-Park-Duisburg.

Naja, unter dem Stichwort stellt man sich irgendwie was anderes vor. Irgendwie mehr Park und vor allem mehr Landschaft. Aber gut … Wieder was gelernt.

Der Landschaftspark-Duisburg Nord ist also ein altes Stahlwerk. In den 90ern des vorletzten Jahrhunderts gegründet – von den Thyssens, wenn sonst – und in den 80ern des vergangenen aufgegeben und im Anschluss als Kultur- und eben Landschaftspark erhalten.

Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen dient das beeindruckende Gelände immer wieder mal als Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen – was uns letztendlich dorthin geführt hat.

Über Nacht hat es uns auf einen Stellplatz in Oberhausen verschlagen. Wieder einer von denen, die ihren Gästen unbekannterweise direkt Dummheit unterstellen aber selber keinen Plan haben. Klassischer Fall von Dunning-Kruger.

Heute Abend ging übrigens mit dem gar-werden der Pasta das Gas aus (einen Steinwurf vom Gasometer Oberhausen entfernt – ein Wink des Schicksals?). Seit Jahren warten wir drauf. Seit Jahren rechnen wir praktisch täglich damit, dass die 2,75 Kilo Gas endlich alle sind. Jetzt war’s soweit. Lustig, denn über die Straße ist ein Fritz-Berger-Store. Den steuern wir also morgen früh noch an. Und dann: ab ans Meer!

Am Main ist’s gut sein

Am Main ist’s gut sein

Oder so ähnlich. Naja. Eigentlich hätte der Beitrag heute „Flucht nach vorne“ oder so heißen können. Denn wenn man ehrlich ist, sind wir direkt nach der Arbeit, die letzten Trümmer im Arm, in den Bus gesprungen, und direkt losgetigert.

Warum? Naja, Hauptsache weg von daheim. Nicht, weil es daheim so gruselig wäre. Im Gegenteil. Aber weil heute Abend – und morgen früh erstreckt – gleich Urlaub ist.

Schön ist es hier irgendwie schon. Ein weiterer fänkischer spießiger Nicht-Campingplatz: Wiese, efänkischer Container als Sanitär, SB-Biergarten mit Pommes, Schnitzel und Currywurst aus der selben Fritteuse … Dafür direkt an Main gelegen. Man merkt es an den Gästen: das ist nur zur Durchreise. 

Für eine Nacht okay. Also morgen zügig weiter in den Pott.