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Autor: Thomas

Ohne Holland …

Ohne Holland …

… fahr’n wir zur WM, ohne Holland fahr’n wir zur WM!“

Okay, einmal musste das sein. Denn hab ich mir aufgehoben. Aber jetzt ist gut. ‚tschuldigung.

Zur Sache: schon lange nichts mehr gepostet, weil es schon lange nix mehr zum posten gab. Ganz einfach. Seit Duisburg, also seit Sonntag kaum Ereignisse. Sind über Gronningen und Den Helder jetzt hier, nördlich von Den Haag gelandet.

Gronningen war ganz nett. Klein, weltoffen, zufällig in ein kleines Festival geraten. Aber auch nichts sooooo besonderes. Wenn man mal in der Gegend ist …

Die Inseln sind gar nicht so einfach zu erreichen. Zumindest nicht spontan. Und müssen furchtbar überlaufen sein. Drum weiter, südlich gefahren.

Camping am Meer gestaltet sich auch schwierig und des Niveau der Campingplätze mutet eher französisch an. Die Niederländer an sich sind zwar Camping-verrückt – aber ich scheine irgendwie abgehobene Ansprüche zu haben. Naja …

Hier ist glaub ich ein guter Ausgangspunkt für Unternehmungen. Das Wetter spielt auch wieder bissl mit. Kein Regen mehr und Aussicht auf über 22°C.

Zusammenfassend kann man sagen: die Niederlande haben mich jetzt noch noch sooooo gecatcht wie ich gehofft hatte. Aber kann ja noch werden. Und ich glaube den Grund zu kennen, warum die Holländer zwischen Juni und September unsere Autobahnen mit ihren Wohnwagen zuparken.

Das Betrags-Foto vom Strand ist von gestern aus der Nähe von Den Helder. Der Eindruck mag täuschen: es war windig, regnerisch und irgendwie kalt.

Going Up the Country!

Going Up the Country!

https://www.youtube.com/watch?v=kUJmmU5mvpw

Verdammter Ohrwurm. Morgen gehts los. „Going Up the Country!“ Was für ein Motto. Und dieser gelbe Schulbus … herrlich.

Also: Morgen gehts los! Bleibt auf dem Laufenden mit uns! Wir freuen uns saggrisch!

… und traurig klingt der Schlussakkord in Moll. Ein Abschiedsbrief.*

… und traurig klingt der Schlussakkord in Moll. Ein Abschiedsbrief.*

„Lieber Uwe,

wie haben wir uns auf Dich gefreut. Was hatten wir für gemeinsame Pläne, was für gemeinsame Ziele bereits ausgesucht …

Aber nein, es hat nicht sollen sein.

Weißt Du noch, damals, auf dem Hof des Händlers? Zwischen verrotteten T3-Ruinen und turmhohen weißen Camping-Burgen standest Du. Wir hätten Dich fast nicht entdeckt. Am Stromkabel angeschlossen. Eigentlich hätte es uns damals schon dämmern sollen: Mit Dir stimmt was nicht.

Trotzdem hast Du uns überzeugt. Ein Schnäppchen warst Du nicht. Aber ein Bild von einem Campingbus. Ein richtiges Schmuckstück. Alles drin und dran, was man zu brauchen glaubt. Herd, Wasser, Strom und Platz zum Tanzen bzw. zum gemütlich Schlafen.

Es fing schon auf dem Parkplatz auf der Heimfahrt an. Schiebetür zickt. Die ersten Werstattbesuche. Defektes Bordnetz-Steuergerät. Zentralverriegelung defekt. Airbag futsch. Oder bloß die Anzeige? Man wird es nie erfahren …

Dazu noch die Aussicht auf ein undichtes Dach. Zwischendurch ein defektes Außenthermometer, ein kaputtes GSM-Modul und ein vergammelter Luft-Güte-Sensor. Die „Immer-an-Campingeinheit“ … alles Kleinigkeiten. Aber in Summe echt nervig. Von der legendären VW-Qualität und der mindestens fragwürdigen Service- und Kulanzpolitik bei VW wollen wir gar nicht reden.

Trotzdem war es eine schöne Zeit mit Dir: Im heißen Süden Frankreichs, damals, an der Côte d’Azur. Stürmische Nächte am nördlichen Ende Europas. Sintflutartiger Regen in Istrien, Entdeckungstouren im wilden Osten. Unverhoffte Übernachtungen beim „Südtiroler Sportfischereiverein“, spontane Wochenend-Trips in der näheren Umgebung … wir haben uns aneinander gewöhnt, ja Deine Macken sogar lieb gewonnen.

Ach Uwe, wir haben so viel miteinander erlebt. So viel miteinander gelacht, geträumt, gelitten und geweint … letzteres leider zu viel.

Was war das in den letzten Monaten bloß für eine Entwicklung? Wir wissen ja: Du konntest nix dafür. Am Anfang öfter mal einen über den Durst getrunken und hin und wieder zu tief in die Ölkanne geguckt. Es fängt immer harmlos an. Einmal haben wir Dich sogar in die Werkstatt gebracht und Dir den Getriebeinhalt absaugen lassen müssen, so gierig warst Du …

Am Ende ging alles ganz schnell. Kurz und schmerzlos. Hast es mit Würde ertragen, Dein Schicksal. Hast uns den Abschied nicht unnötig schwer gemacht.

Eine kleine Krokodilsträne haben wir verdrückt. Aber, das wusste schon Stefan Remmler, alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Wo sich eine Tür schließt, geht eine neue auf und in jedem Ende wohnt ein neuer Anfang.

Tschüss Uwe. Machs gut. In unseren Herzen ist immer ein Parkplatz für Dich frei.

Deine Busgetiere.“

* wer tonnenweise Ironie findet darf sich drüber freuen und sie behalten.

Le roi est mort, vive le roi*

Le roi est mort, vive le roi*

Bye bye Uwe – hello Mr. Vu!

Viele haben es geahnt, einige haben es gewusst und nur wenige haben es mehr oder weniger live mitbekommen: Der Uwe ist Geschichte.

Das liegt zum Einen daran, dass dieser blöde Bus sich in aufällig hartnäckiger Weise aufgeführt und gezickt hat. Die Karre war in Summe fast wirklich mehr in der Werkstatt als mit uns im Urlaub. Nur Kleinigkeiten. Aber in Summe echt nervig. Kurzum: Der Uwe war ein Montagsauto. Ein faules Ei. Deswegen war letzendlich doch schnell klar: Unsere Wege werden sich über kurz oder lang trennen.

Zum Anderen kann man über das Grundriss-Konzept des California sagen was man will, die Erfahrung aus fast drei Jahren Alltags- und Urlaubsnutzung zeigt: Es ist und bleibt ein Sommer-Schönwetter-Auto mit begrenztem Camping- und Reise-Nutzwert. Ein Kompromiss, der für uns am Ende leider immer mehr zur falschen Seite gekippt ist.

Also haben wir uns umgesehen.

Status Quo ist: Der Uwe ist Geschichte. Die Zukunft rollt auf mattschwarzen Felgen, ist ein Ford Nugget aus dem Jahr 2011 und heißt Mr. Vu. Karl Vu.

Das heißt, dass sich in der nächsten Zeit auf busgetier.de einiges ändern wird. Nicht gleich – aber im Laufe der nächsten Monate.
Infos „zum Neuen“ gibts zeitnah. Seid gespannt.

* französisch für „Der König ist tot, lang lebe der König“

Fast wie Heim kommen

Fast wie Heim kommen

Zum Ausklang mal wieder Cavallino. Einer der schönsten Campingplätze. Ideal, um zum Abschluss nochmal in Ruhe zwei Tage Sonne zu tanken und um zu entspannen, bevor es über’n großen Berg wieder in heimatliche Gefilde geht.

Klar, kein landschaftliches und kulturelles Highlight. Aber – auch aufgrund der schwierigen Mobilfunk-Versorgung und des horrend teureren W-Lan am Platz – ruhig und entspannend.