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Autor: Thomas

Die selbe Stadt zweimal ansteuern?

Die selbe Stadt zweimal ansteuern?

Hamburg, meine Perle … eher nicht.

Hat beim ersten Mal schon nicht funktioniert – beim zweiten Mal auch nicht.

Diesesmal eher auf Landungsbrücken und Kiez konzentriert, inkl großer Hafen-Rundfahrt. Trotzdem: bleibt groß, stinkend und dreckig. Irgendwie assig. Die Relationen stimmen nicht: 900 Millionen Euro (900.000.000 €!) für ein Opernhaus wo keiner braucht und auf der Reeperbahn liegen schon am Nachmittag die Schnaps-Leichen (nein, das macht keiner will es so schön warm draußen ist!) und in der U-Bahn wirst angebettelt. Passt nicht. Kenne ich aus anderen großen Städten so nicht.

Und diese Puff-Folklore … Naja. Bissl billig und seeehr auf Touristen und Junggesellen-Abschiede ausgelegt. Naja …

Heute noch Hagenbecks Tierpark besucht. Schöne, weitläufige Anlage mit vielen exotischen und auch heimischen Tieren. Kein Zoo – ein Tierpark. Angenehm leer weil Corona und Schietwetter (muss ja auch mal sein). Relativ teuer in Relation zu den was geboten wird im Vergleich mit z.B. dem Tiergarten der Heimatstadt des Busgetiers.

Den selben Platz zweimal ansteuern?

Den selben Platz zweimal ansteuern?

Geht, wie schon mal erwähnt, meistens schief. In den Fall jetzt konnte es nur gut gehen. Und siehe da, es ging gut!

Gammelbro, Dänemark. Ein eigentlich sehr schön gelegener und gut ausgestatteter Platz. Vor drei Jahren sind wir aber nach einer fürchterlichen Nacht und einem noch gruseligeren Tag im Regen nach Süden geflüchtet – und haben den Platz in entsprechend schlechter Erinnerung behalten. Zu Unrecht.

Genau richtig hier, um nach den Ereignissen und Anstrengungen der letzten Tage, bei für uns perfektem Wetter, einen Tag zu entspannen.

Einen Spiegel haben wir übrigens doch noch auftreiben können! Danke an den enorm freundlichen und hilfsbereiten Ford-Partner in Haderslev. Bei der Gelegenheit haben wir auch zum bisher ersten und einzigen Mal nicht mit Handy oder Karte zahlen können. Das Karten-lese-Gerät war einfach zu alt und hat es nicht so mit ausländischen Konten.

Hauptstadt-Hopping

Hauptstadt-Hopping

Nach der sensationellen Mini-Kreuzfahrt von Oslo nach Kopenhagen, einem wahnsinnig entspannten Nachmittag und einem üppigen und leckeren Dinner-Buffet sowie einem romantischen Abend auf hoher See folgt ein ereignis- und erkenntnisreicher Tag in Kopenhagen.

Erkenntnis Nummer eins: Corona macht Städte leer. Kopenhagens Foto-Hotspot #1, des allgegenwärtigen Hans Christian Andersen’s kleine Meerjungfrau, hatten wir fast übersehen weil wirklich nicht ein einziger Mensch weit und breit in der Nähe war. Ungewöhnlich und bisher einmalig.

Corona ist also der ideale Zeitpunkt für Städte-Trips. Restaurants, Museen, Unterkünfte – alles leer. Ein komisches Gefühl bleibt.

Erkenntnis Nummer zwei: Städte-Trips auf den Fahrrad sind komplett sinnlos. Was im Oslo schon nicht funktioniert hat (wir dachten wegen der Topografie), hat in Kopenhagen – trotz vorbildlicher und beeindruckender Fahrrad-Infrastruktur – nicht funktioniert. Irgendwie sind einem die Bikes mehr im Weg als dass man flott voran kommt. Die Entfernungen sind einfach zu kurz zwischen den Sehenswürdigkeiten.

Erkenntnis Nummer drei: auch in Dänemark gibt’s Arschlöcher. Linker Außenspiegel am Karl kaputt. Einfach weggefahren. Liegenlassen. Gut, is jetzt nicht so dramatisch. Beeinträchtigt die weitere Reise nicht unbedingt. Aber kostet halt doch einige Telefonate, Nerven und mindestens 100€. Glaub nicht, dass wir unterwegs noch einen aufreiben. Und, Hey, so ein Kaleidoskop an Farben und Formen in Außenspiegel kann auf einer eintönigen Autobahn schon mal unterhaltsam sein.

Erkenntnis Nummer vier: zurück in Dänemark! Nicht, dass die Norweger nicht auch freundlich sind, nein, aber die Dänen sind einfach noch freundlicher! Stadt, Restaurant, Campingplatz … ach, es ist eine Freude.

Die Friedensstadt

Die Friedensstadt

Oslo, die nordische Hauptstadt am Fjord, die Stadt der Friedens-Nobelpreise … Die Meinungen der Busgetier-Besatzung sind geteilt.

Ich find’s jung, quirlig, offen und trotzdem voll mit Traditionen und Geschichte. Angenehm leer an einem Samstag Nachmittag … bei diesem Wetter … wird wohl auch mit Corona zu tun haben.

Wieder ein aus versehen sehr sportlicher Tag gestern. Natürlich will man eine skandinavische Stadt mit dem Fahrrad erkunden – sollte sich aber vorher über die geologischen Eigenheiten informieren. Die knapp zehn Kilometer vom unsrem Campingplatz ins Zentrum führen über knapp 250 Höhenmeter. Tückischerweise natürlich am Abend erst den Berg hoch. Schweißtreibend.

Und wer sich nach diesem Anstrengungen noch auf ein kühles Bier freut und alle Hoffnungen in den gut sortierten Supermarkt am Eck setzt (wo die Preise nicht sooooo erheblich sind), wird bitter enttäuscht: Montag bis Freitag endet der Verkauf von Alkohol um 20 Uhr und samstags um 18 Uhr. Da bleibt einem der Schnabel trocken!

Jetzt schnell noch alle Schotten dicht, dicht holen und dann, Leinen los, zum Klabautermann, auf die See, ihr Landratten! Har har!

Nördlicher Wendepunkt

Nördlicher Wendepunkt

Nicht nördlicher Wendekreis. Gemeint ist unser nördlichster Punkt der Reise. Weiter rauf geht’s diesmal nicht. Reicht ja auch fürs erste Mal.

Angekommen hier im Oslo nach einer mehr als anstrengenden, aufregenden und wunderbaren Wanderung durch die Telemark. 12 km stand im Reiseführer. Kann ja nicht so schlimm werden. Tja, was sie nicht erwähnt hatten waren knapp 400 Höhenmeter bis zur Knutjehytta.

Knapp sieben Stunden über Stock und Stein … Da ist die Dusche am Abend für 15 NOK fast ein Geschenk!

Morgen Oslo. Natürlich mit dem Rad! Hoffentlich fahren die Norweger besser Rad als Auto.