Endlich den See seh’n

Endlich den See seh’n

Flucht aus der Camping-Falle am flachen Südost-Ufer, hin an die steile nordwestliche Seite. Ein Unterschied, wie sonniger Tag und stürmische Nacht.

Im ersten Moment erschien selbst uns unser wirklich fluchtartiger check-out ein wenig überstürzt. Doch im Nachhinein betrachtet, was es die richtige Entscheidung.

Spontan den wunderbar gelegenen Platz in Limone sul Garda angesteuert – den, den wir auf der Rückfahrt von Sardinien vor knapp zwei Jahren in einer waschküchenartigen Wetterlage verlassen haben.

Schön hier. Schöne, sonnige, einsame Ecke erwischt, nicht direkt am See aber in Sichtweite, und mit dem SUP unter dem Arm, bequem in knapp einer Minute erlaufbar. Ruhig, familiär und völlig cool und entspannt. Kein Vergleich zum vorherigen Platz …

Heute übrigens in Deutschland eine Covid-19 7-Tage-Inzidenz so niedrig, wie im April letztes Jahr auf dem Höhepunkt der ersten Welle. Damals Schockstarre – heute Öffnungs-Orgien. So ändern sich die Zeiten. Bei dem Verhalten einiger Touristen und der Strategie der Behörden, vor allem staatenübergreifend, noch bemerkenswerter.

Ausführliche Gedanken nach 15 Monaten Pandemie und drei Camping-Trips in völlig unterschiedliche Regionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Krise vielleicht in einer lauen Frühlings-Nacht, im Heimathafen des Busgetiers.

Wenn ich den See seh …

Wenn ich den See seh …

Jaaa, wenn! Also, der Campingplatz selbst liegt schon direkt am See. Aber sehen wird man den See von den meisten Plätzen aus nie. Zu weit weg. Zu verbaut.

Das Beitrags-Bild zeigt den Blick ca auf der Hälfte vom Weg von unserem Platz zum See.

Wir haben schon vor Wochen reserviert – dafür auch den Katzen-Platz bekommen. Etwa 800 Meter weit weg vom See. Nahe an der Bundesstraße. Noch näher am Klo. Also … Ach, lassen wir das. Schwamm drüber.

Der Platz selbst ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Abgesehen von unserem echt miesen Stellplatz. Es wird halt viel Wert auf Entertainment gelegt. Gym, Fitness, Wellness, Animation, Shows, etc. Und die schiere Größe – ich denke knapp 5000 Plätze, inklusive Mobil-Heime, zählt die Anlage – Mann einen ruhigen Aufenthalt kaum möglich. Und dann sind da ja noch die Klo-Spülungen …

Der Plan steht: spätestens übermorgen siedeln wir um an das westliche Ufer. Da kann man wenigstens nicht weit weg vom Wasser.

Zum Auftakt

Zum Auftakt

Der Himmel weint … Vor Freude?

Wir freuen uns sakrisch, quasi in Nacht eins nach gefühlt tausend Jahren Corona-Lockdown, wieder unterwegs zu sein.

Und was gibt es für ein Wetter, wenn das Busgetier unterwegs ist? Richtig: Regen. 9°C und Bindfäden. Immerhin senkrecht.

Aber beim letzten mal, als es die erste Nacht geregnet hat … Stimmt ja! Dänemark! Norwegen!

Spontane Beschlüsse

Spontane Beschlüsse

Nochmal raus, solange das Wetter passt. Letzte Woche nach Wallesau bei Roth, diese Woche ins Altmühltal.

Und: die Busgetier-Besatzung ist unter die Stand-Up-Paddler gegangen. Vorerst noch auf dem geliehenen Board guter Freude aber spätestens ab der nächsten Saison ist kein Gewässer mehr vor uns sicher.

Wer hat Empfehlungen für ein SUP? Wir sind dankbar für Tipps.

Letzte Woche genauso spontan noch in der Nähe von Roth das