Italien, wie man es kennt und …

Italien, wie man es kennt und …

… liebt? Manchmal auch hasst. Aber eigentlich … Ach, von vorne.

Auf dem Weg zur Fähre ein Ticket gekauft. Für die 12 Uhr-Überfährt. Um zwölf legt die Fähre auch pünktlich ab – halt blöderweise ohne uns.

Es stellt sich heraus, dass Leute Tickets für irgendwann kaufen und sich halt irgendwann gab mit auf die Fähre stellen. Schmeißt natürlich das komplette Buchungs-System über’n Haufen. Aber warum lassen se auch jeden mit allem, was nur entfernt nach Ticket ausschaut auf den Kahn?

Naja, dafür haben wir beim Warten auf die nächste Fähre das Sonja und Bernd wieder getroffen. Ein Pärchen aus Nürnberg, für uns seiner Zeit auf Sardinien gute Tipps gegeben haben. Der geneigte Leser erinnert sich. https://www.busgetier.de/ich-will-urlaub/

Auf Elba angekommen eine Überraschung: es ist voll wie nie! Scheinbar tritt hier der gegenteilige Effekt ein: wegen Corona scheint es, dass die Leute mit Gewalt vermeintlich Verpasstes nachholen zu wollen und zur Sicherheit alles mögliche reservieren. Hier am Platz gefühlt viel frei aber angeblich alles reserviert.

Nun, Anfragen nach freien Plätzen per Mail werden entweder intoniert oder beantworte, nachdem man bereits auf dem Platz zu Gast ist. Digitalisierung geht anders. Da sind die Skandinavier echt weiter.

Wir probieren trotzdem ohne Reservierungen unser Glück weiter. Sind bisher immer irgendwo untergekommen.

Schön ist es trotzdem. Sind hier auf einen Platz bereits zum dritten mal gelandet. So schlimm kann er also nicht sein. Steigt auf in die Liste der Top five der meistbesuchen Plätze vom Busgetier. Ein Ranking vielleicht ein andermal.

Und das in dem Glas ist übrigens Eistee. Wirklich.

Nix besonderes – deswegen besonders

Nix besonderes – deswegen besonders

Lucca … Wie hat jemand mal gesagt? Ich zitiere:

„Im Vergleich zu Florenz familiär und heimisch. Hotspot Altstadt mit Lädchen und Cafés…“

Stimmt. Dem ist nichts hinzuzufügen. Klein, übersichtlich, relativ ruhig (vielleicht nicht immer so wie heute, Corona wirkt auch hier noch nach) – deshalb vielleicht auch sauberer und nicht so unangenehm schmuddelig wie manch andere alte italienische Stadt.

Morgen weiter Richtung Piombono. Wir sind reif für die Insel.

Auf einmal Urlaub

Auf einmal Urlaub

6 Uhr morgens: Alm Auftrieb. Alle wach.

7 Uhr morgens: Start der Moped-Days in Dornbirn. Also zwischen 6 und 7 Uhr morgens infernalischer Zweitakt-Krach.

Ab 7 Uhr: Todesstille auf dem Platz. Aber alle nicht Zweitakt-Fans oder auf die Alm getriebenes Rindvieh sind halt auch hellwach. Blöd gelaufen.

Im Anschluss eine enorm zähe Fahrt durch die Schweiz. San Bernardino – tut das nicht.

Und auf einmal lichtet sich der Verkehr und die Wolken. Schön wird’s. Ein bisschen schwül. Palmen und Pinien am Straßenrand.

La dolce Vita, so schnell schaust nicht.

Lago di Lugano, Camping Darna. Direkt am See. Eigentlich fast schade, dass wir nur eine Nacht bleiben. Aber die Toscana ruft.

Nix Dreiviertel-Takt!

Nix Dreiviertel-Takt!

Österreich: Berge, Schnitzel, Walzer.

Okay, Berge und Schnitzel gehen klar. Aber Walzer? Dreivierteltakt? Nope, nicht hier.

Hier gibt’s dieses Wochenende ein internationales „Moped-Treffen“ – und mit Moped meinen die hier den klassischen Zweitakter.

Zündapp, Kreidler, Herkules so weit das vom Zweitakt-Nebel getrübte Auge reicht. Für jemanden aus Nürnberg, der ehemaligen Weltstadt des Zweirad-Baus eine Augenweide. Aber es stinkt. Und ist laut. Sehr. Beides. Froh, dass diese Art der Mobilität nur noch im Museum vorkommt. Und einmal im Jahr in Dornbirn.

Apropos Schnitzel: vorhin im „Schnitzelbär“, einen Fastfood-Restaurant mit Fokus auf Schnitzel aller Art, gegessen. Eine gute Idee. Schnell, lecker und kann es qualitativ mit so einigem „echten“ Restaurant aufnehmen. Die Österreicher halt wieder…

Seaside oder Lakeside?

Seaside oder Lakeside?

See oder Meer? Das weitgereiste busgetier weiß natürlich den Unterschied, weiß aber auch, das kann man schon mal durcheinander bringen. Die Betreiber vom örtlichen Gasthaus sind sich aber scheinbar sicher. Macht aber auch nix, Hauptsache, die Schnitzel schmecken.

Lustigerweise ist dieser Platz hier jetzt Rekordhalter für die meisten Besuche innerhalb kürzester Zeit. An nur wenigen Plätzen waren wir öfter und schon gar nicht so knapp aufeinander. Obwohl, beim letzen Mal nur eine Nacht, diesmal nur mit dezimierter Zweidrittel-Besatzung…

Und jedesmal sagen sagen wir, so schnell kommen wir nicht mehr. Naja, scheint dann doch was zu haben. Es is halt schon auch nicht soo häufig, direkt am Wasser zu stehen und vom Bus aus direkt mit dem SUP in sea zu stechen. Oder doch in den lake?

Nette Ecke – nix verpasst

Nette Ecke – nix verpasst

Bodensee – der größte See Deutschlands. Und Österreichs. Und der Schweiz.

Vier Tage am östlichen Ende reichen völlig. Lindau und Bregenz, beide für sich ganz nett. Aber so richtig verpasst hat man auch nix.

Lindau die Perle am Bodensee. Eine Museums-Insel, gefangen in deutscher Spiessigkeit. Bregenz dagegen fast mediterran. Irgendwie cooler. Österreich halt.

Der Pfänder blieb auch irgendwie hinter den Erwartungen zurück.

Dafür tröstet Kaiserwetter, Kaiserschmarrn und Wiener Schnitzel über vieles hinweg.

Alles im allem: ein ziemlich perfektes und erholsames verlängertes Oster-Wochenende.

Wenn nur der übersteuerte Unternehmungsdrang eines bestimmten Busgetier-Besatzungsmitglied nicht wäre …