Seaside oder Lakeside?

Seaside oder Lakeside?

See oder Meer? Das weitgereiste busgetier weiß natürlich den Unterschied, weiß aber auch, das kann man schon mal durcheinander bringen. Die Betreiber vom örtlichen Gasthaus sind sich aber scheinbar sicher. Macht aber auch nix, Hauptsache, die Schnitzel schmecken.

Lustigerweise ist dieser Platz hier jetzt Rekordhalter für die meisten Besuche innerhalb kürzester Zeit. An nur wenigen Plätzen waren wir öfter und schon gar nicht so knapp aufeinander. Obwohl, beim letzen Mal nur eine Nacht, diesmal nur mit dezimierter Zweidrittel-Besatzung…

Und jedesmal sagen sagen wir, so schnell kommen wir nicht mehr. Naja, scheint dann doch was zu haben. Es is halt schon auch nicht soo häufig, direkt am Wasser zu stehen und vom Bus aus direkt mit dem SUP in sea zu stechen. Oder doch in den lake?

Nette Ecke – nix verpasst

Nette Ecke – nix verpasst

Bodensee – der größte See Deutschlands. Und Österreichs. Und der Schweiz.

Vier Tage am östlichen Ende reichen völlig. Lindau und Bregenz, beide für sich ganz nett. Aber so richtig verpasst hat man auch nix.

Lindau die Perle am Bodensee. Eine Museums-Insel, gefangen in deutscher Spiessigkeit. Bregenz dagegen fast mediterran. Irgendwie cooler. Österreich halt.

Der Pfänder blieb auch irgendwie hinter den Erwartungen zurück.

Dafür tröstet Kaiserwetter, Kaiserschmarrn und Wiener Schnitzel über vieles hinweg.

Alles im allem: ein ziemlich perfektes und erholsames verlängertes Oster-Wochenende.

Wenn nur der übersteuerte Unternehmungsdrang eines bestimmten Busgetier-Besatzungsmitglied nicht wäre …

Wie lang haben wir geschlafen?

Wie lang haben wir geschlafen?

Als wären wir nie weg gewesen: der Murner See, unsere letzte Station im vergangenen Herbst.

Erstaunlich, wie unterschiedlich man einen Platz sich bewerteten kann. Empfang herzlich und unkompliziert, der Platz selbst leer und noch so bissl anarchisch, unsere Parzelle diesmal nicht weit ab vom Schuss im düsteren Wald sondern in erster Reihe am See – und das tolle Restaurant hat noch geschlossen. Also praktisch ganz und gar das Gegenteil vom letzten Aufenthalt.

Naja, wir genießen erstmal den Aufenthalt, ganz entspannt, mit guten Freunden, und feiern ein sonniges und, zugegeben, der Jahreszeit entsprechend, viel zu mildes Season-Opening.

Möge der Frühling beginnen.

WAA NIE

WAA NIE

Waa? Nie? Was? Wann? Hä?

Was damit gemeint ist, hat sich seit den 80ern des vergangenen Jahrhunderts herumgesprochen. Und eine Ortschaft ist damit verbunden wie keine zweite: Wackersdorf.

Inzwischen nicht mehr nur Synonym für eine geplante Wiederaufbereitungsanlage, sondern auch ehemaliges Zentrum des Braunkohle-Tagebaus in der Oberpfalz, und seit einiger Zeit auch mitten in der oberpfälzer Seenplatte gelegen.

Wir sind dieses Wochenende am Murner See. Klingt nach Alpen. Ist es aber nicht.

Netter Platz, netter See, nettes Restaurant, alles nett. Okay, nett ist die kleine Schwester von … Nein, wirklich einfach nett hier. Fürs Wochenende okay – für mehr, für uns, eher nicht.

Den selben Zoo zweimal ansteuern?

Den selben Zoo zweimal ansteuern?

Japp, funktioniert.

Nach dem eher enttäuschenden Zoo-Besuch, zu Anfang unseres Trips in Rostock, zum Abschluss, fast ein wenig aus Verlegenheit, zum zweiten Mal, nach 2017, wieder im Erlebnis-Zoo Hannover gelandet.

Zum zweiten Mal absolut begeistert gewesen.

Im Gegensatz zu unserem Besuch vor vier Jahren war es diesmal kalt, leer und es hat immer mal wieder richtig reingeregnet. Dafür haben sich diesmal – vielleicht sogar deswegen – ganz neue Perspektiven eröffnet. Toll, die Eisbären, die Gorillas und Schimpansen, die Nillpferde und Nashörner (wir nennen letztere liebevoll „Einhörner“).

Bloß der Wombat war auch beim zweiten Male nicht anzutreffen. Man sagt dem possierlichen Beutler ja einen gewissen Eigensinn nach. Wohl zurecht.

Zu guter Letzt noch von unterwegs einen sympathischen Campingplatz gefunden: den Birken-See. Klein, nett und unkompliziert. Und die Autobahn ist fast genauso laut wie daheim – als Einstimmung auf das Ende unsres Trips, da fällt das Heimkommen gleich nicht mehr ganz so schwer.

Warum Brunsbüttel?

Warum Brunsbüttel?

Ja, das fragen wir uns auch: warum, um alles in der Welt, Brunsbüttel?

War doch alles recht einfach, noch in Dänemark: ruckzuck einen, für die Einreise nach Deutschland benötigten Covid-Test gemacht (im Einkaufszentrum, keine drei Minuten, Ergebnis per SMS nach nicht mal 15 Minuten – so geht Digitalisierung!), Autobahn entspannt bis kurz nach der Grenze und dann …

Dann tauchen die ersten PS-Superhelden im Rückspiegel auf. Die alte Leier. Aber darum geht’s jetzt nicht.

Tja, Deutschland, wie Rammstein schon so treffend sang: „Man kann dich lieben.
Und will dich hassen.“

Für Spontaneität ist dieses Land nicht gemacht. Die Gastfreundschaft und Höflichkeit im allgemeinen auch nicht. Wie singt Rammstein weiter? „Überheblich, überlegen. Übernehmen, übergeben.“

Wir haben uns ein oder, wenn’s ganz geil ist, zwei Nächte, in, zum Beispiel Sankt Peter-Ording oder Friedrichskoog vorgestellt. Mittags um eins entweder direkt Schranke zu, alles voll, Mittagsruhe, Anrufbeantworter oder online gleich der Hinweis, man möge ohne Reservierung von spontanen Anfahrten absehen.

So gab es also eine dreistündige Irrfahrt hinterm Deich bis an die Elbmündung.

Entnervt an einem Stellplatz (mehr schlecht als recht) aufgegeben. Man verplempert wahnsinnig viel Zeit mit so einer Irrlichterei. Und nervig und frustrierend ist es auch. Schiffe auf der Elbe geguckt. Immerhin regnet es nicht.

Aber der Italiener hier im Brunsbüttel ist sensationell. Falls es einen also mal nach Brunsbüttel verschlägt …