Durchsuchen nach
Kategorie: Allgemein

Adriatische Magistrale

Adriatische Magistrale

Eine der schönsten Küstenstraßen der Welt, die „Jadranska Magistrala

Der Teil zwischen dem Abzweig nach Krk und Zadar, den hatten wir heute, können wir nur bestätigen: traumhaft.

Auch, wenn der Karl nicht grade für die Art von Straßen gemacht ist – nach 30 km gleichen sich die Geräusche von hinten langsam an, man kann die Musik lauter machen (irgendwas zwischen Mark Foster und Rammstein) und dann läuft’s von ganz alleine!

Erstaunlich und bemerkenswert, im Sinne von bedenklich ist, dass wirklich kaum irgendwas am Straßenrand geöffnet hat. Cafes, Restaurants, Hotels, die meisten Campingplätze sowieso und sogar einige Supermärkte – alles bis auf wenige Ausnahmen geschlossen.

Die Saison fängt erst im Mai an. Dann bis Mitte September Vollgas und dann wieder Totenstille. Ob das der Region gut tut? Ob die EU, die NATO oder der Klimawandel schuld ist?

Wir werden es hier und heute nicht klären aber genießen eine windstille Nacht und freuen uns morgen auf ein von Touristen vermutlich größtenteils verschontes Zadar bei mutmaßlich ca 12° und Sonnenschein.

Krk – und täglich grüßt die Bora

Krk – und täglich grüßt die Bora

Gestern Nachmittag sensationelles Frühlingswetter: 18°C, praktisch windstill und Sonne satt. Badehose an und Luft ins SUP!

Krasser Wetterwechsel am Abend. Langsam kam der Wind. Die Nacht war unruhig. Aber richtig angefangen zu blasen hat es erst in den frühen Morgenstunden.

Und so schön der Platz direkt am Meer auch war, was hilft’s?

Also ein paar Reihen weiter hoch auf dem Hügel gezogen, zwischen uralten Pinien und der windabgewandten Seite ein ruhiges Plätzchen gefunden. Hier ist es angenehmer und die 12 Grad fühlen sich wie 15 an. Nicht so schlecht für Anfang April. Immerhin scheint auch die Sonne praktisch ungestört.

Krk, also die Hauptstadt der gleichnamigen Insel, ist ganz nett. Im April noch recht verschlafen aber trotzdem mediterranes Flair rund um den Hafen und in der historischen Altstadt. Im Sommer möchte man hier allerdings kaum sein. Zu voll, zu heiß, zu eng.

Ost-West-Austausch

Ost-West-Austausch

Ehrlich: sächsisch hört sch komisch an. Immer. Aber gut, fränkisch hört sich für außer-fränkische Ohren sicher auch recht seltsam an.

Wie auch immer: Mit Leipzig werd ich nicht warm. Genauso versifft, genauso laut, stinkend und dreckig wie Nürnberg – nur irgendwie trotzdem mehr Leben drin. Und das bei immerhin fast gleicher Größe. Fühlt sich an wie Großstadt. Ganz ohne führerlose U-Bahn. Oder heißt es Fahrerlos? Egal. Fühlt sich groß an.

Kurzer Side-Step an der Stelle: seit kurz nach Schwerin ist auf der Autobahn ausgeschildert: Berlin (klar, Hauptstadt), Potsdam (nächste größere Stadt), Leipzig (die grobe Richtung) und … München. 700 km und bis dahin … nichts? Ist das auch ein Teil des Problems von Nürnberg? Nur so am Rande.

Gestern auf jeden Fall die Stadt selbst und heute den Zoo von Leipzig besucht. Vor inzwischen sechs Jahren waren wir ja schon mal zur selben Tour hier. Nichts überraschendes oder unerwartetes – bis auf den für die Heimat nur, sagen wir mal unentschiedenen Vergleich. Schwamm drüber.

Zweimal gut gegessen, der Zoo ist eh toll, diesmal, gegen unseren Vorsatz, niemals mehr erinnern Knauss-Campingplatz anzusteuern, genau diesen in Leipzig besucht und positiv überrascht gewesen, bis auf die eingangs erwähnten Verständigungsprobleme … Zwei tolle Tage zum Abschluss.

Morgen planmäßig Heim. Oder bleiben wir noch wo hängen? Wer weiss. Drei Wochen sind schon lang. Aber wenn sie vorbei sind ist es doch immer plötzlich und schade.

Dänisch Dünamit

Dänisch Dünamit

Okay, doofes Wortspiel. Aber was besseres fiel mir grad nicht ein. “Dünen-Zauber“? Auch Quatsch.

Um was geht’s überhaupt? Die letzten zwei Tage, richtig.

Auf dem Weg Richtung Süden praktisch zwangsläufig durch Jütland fahren müssen und, weil es so schön war, nochmal in Børsmose halt gemacht. Immernoch ein toller Platz in den Dünen und, noch besser, immernoch in unmittelbarer Nähe zum Auto-Strand.

Nochmal zwei Tage Sonne, Sand und Meer. Sehr entspannend. Umso absurder, wenn die dänischen Streitkräfte in Hörweite Manöver und Schießūbungen abhalten. Passt irgendwie gar nicht ins sonst so harmonische Urlaubs-Idyl.

Heute dann nochmal Lübeck angesteuert. Die Eindrücke aus dem ersten Corona-Sommer auffrischen. Auch immernoch schön. Schon komisch, wie es Städte, die nur halb so groß sind wie unsere Franken-Metropole, es schaffen, irgendwie cooler, gemütlicher und auch irgendwie freundlicher zu sein.

Morgen weiter in die Sachsen-Metropole. Vielleicht hält Nürnberg wenigstens diesem Vergleich stand.

Brief an Dänemark

Brief an Dänemark

Liebes Dänemark,

ich muss Dir gestehen: ich war zehn Tage in Norwegen. Weil ich dachte, dort zu finden was ich suche: Ruhe, Entspannung und das Besondere. Nach zehn Tagen mache ich mich auf den Weg über eine raue See zu Dir, ohne Erwartungen. Schon auf dem Schiff, kurz bevor ich bei dir war, bemerke ich eine kleine Veränderung: das Licht wird anders. Als ich dann endgültig bei Dir ankomme, fühlte ich mich ähnlich wie Daheim. Dein Licht nimmt einen in den Arm, selbst der Wind und die Wellen des Meeres sind anders. Alles hyggeliger. Alles heimeliger. Ich freu mich bei Dir zu sein Dänemark. Du bist das, was ich wo anders gesucht habe. Ich bin gerne bei Dir und komme gerne wieder. Danke für das unbesondere besonders sein.

Deine Tanja