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Kategorie: Allgemein

Dänisch Dünamit

Dänisch Dünamit

Okay, doofes Wortspiel. Aber was besseres fiel mir grad nicht ein. “Dünen-Zauber“? Auch Quatsch.

Um was geht’s überhaupt? Die letzten zwei Tage, richtig.

Auf dem Weg Richtung Süden praktisch zwangsläufig durch Jütland fahren müssen und, weil es so schön war, nochmal in Børsmose halt gemacht. Immernoch ein toller Platz in den Dünen und, noch besser, immernoch in unmittelbarer Nähe zum Auto-Strand.

Nochmal zwei Tage Sonne, Sand und Meer. Sehr entspannend. Umso absurder, wenn die dänischen Streitkräfte in Hörweite Manöver und Schießūbungen abhalten. Passt irgendwie gar nicht ins sonst so harmonische Urlaubs-Idyl.

Heute dann nochmal Lübeck angesteuert. Die Eindrücke aus dem ersten Corona-Sommer auffrischen. Auch immernoch schön. Schon komisch, wie es Städte, die nur halb so groß sind wie unsere Franken-Metropole, es schaffen, irgendwie cooler, gemütlicher und auch irgendwie freundlicher zu sein.

Morgen weiter in die Sachsen-Metropole. Vielleicht hält Nürnberg wenigstens diesem Vergleich stand.

Brief an Dänemark

Brief an Dänemark

Liebes Dänemark,

ich muss Dir gestehen: ich war zehn Tage in Norwegen. Weil ich dachte, dort zu finden was ich suche: Ruhe, Entspannung und das Besondere. Nach zehn Tagen mache ich mich auf den Weg über eine raue See zu Dir, ohne Erwartungen. Schon auf dem Schiff, kurz bevor ich bei dir war, bemerke ich eine kleine Veränderung: das Licht wird anders. Als ich dann endgültig bei Dir ankomme, fühlte ich mich ähnlich wie Daheim. Dein Licht nimmt einen in den Arm, selbst der Wind und die Wellen des Meeres sind anders. Alles hyggeliger. Alles heimeliger. Ich freu mich bei Dir zu sein Dänemark. Du bist das, was ich wo anders gesucht habe. Ich bin gerne bei Dir und komme gerne wieder. Danke für das unbesondere besonders sein.

Deine Tanja

Ferry ferry Lady

Ferry ferry Lady

Kein Modern Talking Hit aus den 80ern. Einfach bloß Langeweile. Warten auf die Fähre nach Hirtshals. Im Regen.

Gestern einen schönen Tag in und die Nacht noch vor Kristiansand im Gewitter verbracht. Die nächsten Tage sollen in Süd-Norwegen nicht besser werden.

Aber der Wetterbericht für Dänemark und Norddeutschland verspricht eine schöne letzte Urlaubs- und Heimreise-Woche. Mal schauen, wo es uns hin verschlägt.

Wettertechnisch auf jeden Fall schon mal Glück gehabt und alles richtig gemacht.

Südkap

Südkap

Nein, nicht der Pol. Auch nicht Kap Horn oder das der guten Hoffnung. Nicht einmal Gibraltar oder wenigstens Smygehamn (südlichster Punkt Skandinaviens, ohne Dänemark), nein, einfach nur der südlichste Punkt Festland-Norwegens.

Ausser dem ältesten Leuchtturm des Landes und dem dazu gehörigen Museum lohnt der Weg eigentlich nicht. Oder gerade wegen den echt engen elf Kilometern? Diesmal ohne Kaltverformung des linken Außenspiegels. Bemerkenswerterweise, auf dieser Straße.

Zum Ende hin, denn bisher einzigen Campingplatz in Norwegen gefunden, der so ein bisschen nach Familien-Urlaubs-Platz ausschaut: Shop, großer Spielplatz, in der Saison bestimmt Animation … Nicht, dass wir das suchen würden, im Gegenteil. Aber sowas gibt’s halt auch. Übrigens direkt am längsten Sandstrand Norwegens. Da mag es einen direkten Zusammenhang gehen.

Von links
Von rechts
Troll … what?!?

Troll … what?!?

Trollpikken. Nun, wie schon erwähnt scheinen die Norweger in ihnen langen dunklen Wintern eine recht lebhafte und durchaus, sagen wir mal einseitige Phantasie zu entwickeln. Das Bild sagt alles, oder?

Fun-fact am Rande: die Stein-Formation wurde vor einiger Zeit Opfer von Vandalismus und zur Unendlichkeit verstümmelt – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Norweger haben es aber offiziell wieder in Stand gesetzt. Komplett mit Stahl-Verstärkung und Spezial-Kleber.

Schöne Wanderung heute dahin und zurück auch wieder. Stehen heute geschützt in einer Schlucht direkt an der Küste. Traumhaft.

Dubai des Nordens

Dubai des Nordens

Uns war nicht klar, wie sehr der Wohlstand Norwegens mit dem Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee zusammenhängt. Jetzt erahnen wie es.

Stavanger, Öl-Museum: Eine tolle Ausstellung über die Geschichte und die Technik der Gewinnung der Rohstoffe, die Norwegen so reich gemacht haben. Wir wissen nicht, wer alles Sponsor dieser Einrichtung ist. Vermutlich haben da auch einige Konzerne ihre Finger im Spiel und die rücken natürlich auch alles ins für sie günstige Licht. Doch es kommt auch zum Ausdruck, dass die Norweger schon irgendwie die Büchse der Pandora geöffnet haben. Alles hat eben seinen Preis. Auch der Blick in die Zukunft fehlt nicht. Durchaus kritisch.

Stavanger selbst ist ein nettes Städtchen. Schöne kleine Altstadt, schnuckeliges Hafen-Viertel … Wären da nicht die dicken Pötte, die täglich tausende von Kreuzfahrern in die Gassen entlassen und, noch schlimmer, per Tages-Ausflug die Hotspots im Hinterland verstopfen.

Vom „Dubai des Nordens“, dem Zentrum der norwegischen Öl- und Gas-Industrie ist übrigens erfreulich weinig zu erahnen. Den morbiden Charme der alten Hafenstadt konnte sich Stavanger trotz Kreuzfahrern und dem Pakt mit dem Öl- und Gas-Teufel doch irgendwie bewahren.

Heute einen Wasch- und Erholungs-Tag in der Nähe von Egersund eingelegt. Stehen schön direkt am Meer. Nur einen Tick wärmer dürfte es sein. Dafür regnet es nicht mehr und hin und wieder scheint sogar die Sonne.

Mützen auf und weiter! Morgen Wanderung zu … noch irgendwas mit Troll – ach, die Norweger entwickeln halt auch Phantasie in ihren langen Winter-Nächten – die Fels-Formation soll einem Phallus ähneln.