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Kategorie: Allgemein

Gefunden!

Gefunden!

Nicht, dass wir irgendwas oder -wen gesucht oder gar vermisst hätten. Aber gewundert haben wir uns schon, wo die ganzen Urlauber geblieben sind.

In Österreich, am Lido di Cavallino, bei Ravenna oder in San Marino waren wir ja praktisch alleine. Aber hier, in Sirolo, bissl südlich von Ancona, da sind sie nun alle. Erwischt. Verstecken zwecklos.

Haben gestern scheinbar echt noch Glück gehabt und den letzten freien Platz, auch noch zweite Reihe mit Meerblick, ergattert.

Hier ist es im Grunde ganz nett. Kleiner gemütlicher Platz in der Klippe, nach 50 horizontalen und knapp 100 vertikalen Metern ist man an schönen Kiesel-Strand, klares Wasser, milde Temperaturen … aber irgendwas funktioniert nicht.

Sind wir enttäuscht? Sind wir mittlerweile so verwöhnt und anspruchsvoll? Echt nett hier. Aber der Weg lohnt nicht.

Okay, wäre natürlich dumm, von einem Platz auf die ganze Region zu schließen. Aber zum Beispiel Elba bietet auf kleinerem Raum größere Vielfalt und irgendwie mehr Urlaubs-Feeling.

Womöglich ist es echt unser Anspruch.

Morgen weiter bzw. rüber ins Landesinnere und anschließend Richtung Westküste. Mal schauen, ob uns das mehr entspricht.

Die drei Türme

Die drei Türme

Nein, kein Ring um sie zu knechten. Bei Tolkien waren es auch nur zwei Türme. San Marino hingehen leistet sich drei davon.

Eigentlich war der Zwerg-Staat gar nicht auf unserer Liste – aber auf dem Weg. Irgendwie, also praktisch im Weg.

Ein netter Zufall. Mit nettem Platz, nettem Restaurant und eben netter kleiner Altstadt auf dem Monte Titane. Immerhin älteste Republik der Welt. Nie überfallen oder gar erobert, seit Jahrhunderten unabhängig – wenn wundert‘s, was will man schon auf den öden Felsen?

Wie gesagt, nette Altstadt mit vielen kleinen Läden und Restaurants. Bissl Freilandmuseum und Folklore… aber was willst auch machen mit dem öden Felsen mit altem Gemäuer drauf.

Wir waren überrascht. Tolle Aussicht bis aufs Meer und das Umland. Uns hat’s gefallen. Aber mehr als einen Tag gibt’s nicht her.

Apperitivo?

Apperitivo?

Okay, Ravenna, Dante rauf und runter … irgendwas läuft hier falsch an der Küste. Möglicherweise haben wir bloß Pech gehabt. Trotzdem: Campingplätze bieten eigentlich immer (immer!) auch Stellplätze an. „Ihr wollt hier mit dem Bus bleiben? Nein, das geht nicht. Auf diesem Campingplatz gib es nur Bungalows.“

Also noch ein Stück die Küste runter und am „Lido di Dante“ gelandet. Camping Village Ramazzotti“. Der Platz hat im Grunde Potenzial (und ein echt tolles Restaurant mit großartiger Pizzeria). Auch hier: trotzdem! Die Betonmauer mit Sichtschutz und Stacheldraht obendrauf, zwischen Platz und Strand erschließt sich uns nicht ganz.

Irgendwie kommt man sich vor wie in der Zombie-Apokalypse. Es ist auch kaum was los hier. Außer uns vielleicht noch zehn andere Camper auf einem vom letzten Unwetter doch sehr gezeichneten Platz … naja, eine Nacht geht schon. Die Pizza war klasse und das Bier auch.

Morgen weiter gen Süden. San Marino, Peruggia, Ancona …

Einsame Spitze?

Einsame Spitze?

Zwei Tage Sonne, Strand und Sand. Cavallino. Hat schon ein paarmal funktioniert, hat es auch diesmal: Entschleunigung und Entspannung.

Wie schon öfter erwähnt, findet der geneigte Urlauber hier vertrautes Terrain. Nix dagegen zu sagen. Genau deswegen verschlägt es uns ja auch hin und wieder her.

Wieder erwarten ist hier aber diesmal kaum was los. Ende Mai, Pfingsten, Wetter passt auch … wir rätseln schon, was wir verpasst haben.

Vielleicht ist es auch einfach zu teuer? Für inzwischen drei erwachsene Busgetiere 95€ die macht. Im Mai. Und nicht mal WLAN dabei?

Der Platz ist grad zum Drittel voll. Unwohnlich. Ist der Camping-Boom jetzt schon vorbei?

Nicht, dass es uns stören würde, im Gegenteil. Aber bemerkenswert. Am Brenner und auf der Autobahn bis Trento noch klaustrophobische Enge und jetzt … die können doch nicht alle am Gardasee sein. Rekord-Stau auch in den Tauern. Richtung Kroatien.

Naja, das erleichtert uns die Entscheidung: morgen weiter die Adria runter Richtung Ravenna, Rimini, Ancona. Teutonen-Grill. Wir sind gespannt ob die Grusel-Geschichten stimmen. in der Ecke waren wir noch nie.

Komisch eigentlich: da fährt man Jahr und Tag nach Italien und südlich vom Po kennt man sich nimmer aus. (Südlich vom Po. Hihi, jaja, Italien.)

Nebenbei bemerkt: Baja Cavallino Camping Village dürfte Platz zwei der meistbesuchten Campingplätze des Busgetiers sein. Gleich nach dem Wimmer am Achensee. Wobei der Cavallino bei den meisten Übernachtungen mit Sicherheit einsame Spitze sein müsste. Wir recherchieren und berichten.

L’Autriche, douze points.

L’Autriche, douze points.

Wieder mal am Achensee gelandet. Sogar planmäßig. zwischenzeitlich drohte zumindest der Anfang des Trips im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser zu fallen. Drum umso schöner, dass dann doch alles praktisch planmäßig geklappt hat.

Wetter bescheiden, das Schnitzel auch irgendwie … naja, morgen in aller früh vor der ersten Welle übern Brenner und dann schauen, wie wo das Wetter wird. Dann links oder rechts die Adria runter oder in den Bergen bleiben. Wir werden sehen …

Der Seecamping Wimmer – der Wimmer geht immer – dürfte übrigens wieder die Pole-Position der meistbesuchten Campingplätze vom Busgetier übernommen oder sogar ausgebaut haben. Wir recherchieren mal bei Gelegenheit.

Nix Amore mit’m Maggiore

Nix Amore mit’m Maggiore

Heut war’s schwierig: bester Dinge und frohen Mutes zur Bootsfahrt nach Luino aufgebrochen. Immerhin größte und bedeutendste Stadt am östlichen Ufer des Sees. In froher Erwartung.

Was folgte war eine herbe Enttäuschung. Kein Café, keine Kneipe, keine Bar weit und breit. Und wenn, dann geschlossen. Es scheint auf der anderen Seite noch keine Saison zu sein.

Abgesehen davon nix zu sehen. Die ganze Stadt ist komplett uninteressant und langweilig.

Passiert. Mal ist man der Hund, mal der Baum.

Kurzer Hand in den Supermarkt – auch der ist nicht so einfach zu finden -, Brot, Wurst, Käse und Oliven gekauft, in der Nähe vom Fähranleger Vesper gehalten und auf die Rückfahrt gewartet.

Morgen Heim. Kann spannend werden bei um die null Grad und Schneefall am San Bernardino.