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Kategorie: Allgemein

Sur le pont d’Avignon …

Sur le pont d’Avignon …

… On y danse tous en rond.

Aber Tanzen tut da keiner. Zumindest nicht auf der Brücke. Auch nicht, wenn Frankreich ins Halbfinale einzieht. Aber eins nach dem anderen.

Die Highlights häufen sich und vor lauter Freizeitstress kommt man mit dem Posten nicht hinterher.

Gestern die Rekordhitze über Mittag an einer schönen seichten Stelle am Flüsschen Ouvèze verbracht. Kristallklares Wasser, relativ frisch und relativ leer, nicht überlaufen. Ein toller Platz. Sogar kleine Krokodile baden da gerne.

Eigentlich wollten wir einen anderen Spot anfahren. Aber die berühmt-berüchtigten Höhenbegrenzungen von 220 cm an den Parkplätzen … Naja, die werden schon wissen, warum.

Am Nachmittag in Vaison-la-Romaine eine römische Ausgrabungsstätte besucht. Das ganze Dorf scheint nur aus Museum zu bestehen. Amphitheater, altes römisches Kastell, römische Villen, eine alte Brücke noch über den Fluss und und und … Alles wahnsinnig interessant. Aber halt auch irre anstrengend bei knapp 40°C.

Ja und heute auf dem Weg nach Avignon den Mont Ventoux überfahren. Der Gipfel trohnt auf knapp 2000 Metern über der Provence. Ein Erlebnis jenseits der Baumgrenze. Oben „nur“ 27 Grad – aber für den Gipfel auch ein Temperatur-Rekord. Rauf ging es mir den Karl gut – runter auch. Bin froh. Dem ein oder anderen war in der ein oder anderen Situation ein wenig mulmig bei den externen Temperaturen.

Ab dem Nachmittag und am Abend also noch Avignon. Das mit der Brücke, genau. Der halben Brücke um genau zu sein.

Doch die Brücke ist nicht mal das Highlight. Der Papst-Palast ist das alles überstrahlende Gebäude der Stadt und die Stadt selbst ist der Star. Es ist unglaublich viel los. Klar, morgen startet ja auch das Festival d’Avignon, praktisch das Bardentreffen Frankreichs – nur mit Schauspiel statt Musik.

Der Stadt selber müsste man eigentlich einen eigenen Beitrag widmen. Nur soviel: nicht zu laut, nicht zu eng, unaufdringlich und so gar nicht, wie man sich eine südländische alte Großstadt vorstellt. Es muss nicht sticken und laut sein und mit Touri-Nepp vollgestellt sein.

Morgen geht’s weiter ans Meer. Hoffentlich, falls die Franzosen dann mal aufhören zu feiern. Zur Stunde, um immerhin schon ein Uhr morgens, fangen se mit Feuerwerk und Böllern an. Autocorsi, Hupen und Jubelgesänge sind eh obligatorisch. Allez les Bleus. Halbfinale gegen Spanien dann, falls die sich morgen gegen Belgien durchsetzen, am Dienstag vielleicht am Meer oder schon in den Bergen, auf den Heimweg? On verra bien. Wie der Franzose sagt

Kein Lavendel in der Provence?

Kein Lavendel in der Provence?

Unvorstellbar.

Um die 40°C im Schatten – und das schon über Wochen? Unvorstellbar. Donnie telefoniert mit Gianni und die rote Karte war einmal? Unvorstellbar. Belgien trotzdem im Viertelfinale, sinnlose Kriege überall, rückwärts gewandte Klima- und Sozialpolitik …? Ach, lassen wir das.

So viele Sachen, die vor Jahren noch komplett undenkbar und im Reich der Sagen und Mythen verortet waren: heute Realität.

Eben auch, dass der Lavendel dieses Jahr, aufgrund der externen Trockenheit und Hitze, offenbar schon abgeerntet oder einfach vertrocknet ist. Schade eigentlich.

Vorgestern haben wir eine römische Ausgrabungsstätte in der Nähe von Lyon besucht. Interessant. Man muss sich aber Zeit nehmen und eintauchen wollen. Nicht einfach, bei 34 Grad noch am späten Nachmittag. Trotzdem einen schönen Abend auf einem netten kleinen Platz verbracht.

Überhaupt, französische Campingplätze. Das ist einen eigenen Eintrag wert. Nur so viel: ruhig, sympathisch und angenehm – wenn man sich drauf einlässt.

Seit gestern in der Nähe von Avignon, eigentlich direkt in den Lavendel-Feldern, aber wie bereits erwähnt, mit nur äußerst spärlich Lavendel. Wanderungen und Touren geplant. Aber bei 37°C am Nachmittag: unvorstellbar.

Drum chillen wir und überlegen uns Strategien, der Hitze was positives abzutrotzen. Frei nach dem Motto: schlechtes Wetter (und davon kann man bei den Umständen dann doch sprechen) gibt es nicht. Es gibt nur falsche Kleidung.

Nachtrag noch zur Nacht von Belfort: der Sieg der Franzosen war im Vergleich praktisch nicht hörbar. Bissl hupen, bissl singen … Nix besonderes. Vielleicht, weil es schon so spät war? Keine Ahnung. Aber wir stellen uns auf Großes ein: übermorgen dann in Avignon, wenn Frankreich auf eben das leidenschaftlich gefeierte Marokko trifft. Das gibt in jedem Fall eine Party. Und auch nicht so spät wie letztes Mal.

The lion sleeps tonight

The lion sleeps tonight

Aber nicht im Dschungel. In Belfort. Zumindest der ortsansässige Löwe, der Löwe von Belfort.

Ein Monument, in Stein gehauen und hoch über der Stadt, in den Mauern der Zitadelle zusammengesetzt. Erinnert an eine Schlacht in der die Franzosen trotz Kapitulation, heldenhaft ihre Stadt gegen die deutschen verteidigt haben.

Konstruiert übrigens vom selben Künstler der die Freiheitsstatue für die USA konstruiert hat.

Aber ob an Schlaf heute zu denken ist? Vorhin hat Marokko Kanada aus der WM gekickt. Seit einer Stunde Autocorso, hupen und laute Musik. Wie wird das erst, wenn die Franzosen gegen ein Uhr morgen früh mit den Paraguayern fertig sind?

Vielleicht mach ich hier einen live-Ticker von den Ereignissen, wenn ich nicht schlafen kann.

Neckarsulm

Neckarsulm

Nicht Neckarsulm. Hat nix mit Ulm zu tun. Aber was ist ein ‚Sulm‘?

Wieder was gelernt. Die Reise hat auch also jetzt schon gelohnt.

Tja und Neckarsulm … Bestimmt schön. Der Campingplatz ist auf jeden Fall ein leuchtendes Beispiel für wie Campingplätze im zweiten Viertel des 21. Jahrhunderts funktionieren können:

Buchung online (Parzelle kann während der Buchung genau gewählt werden,  Größe und ob es schattig ist oder sonnig und zu welcher Uhrzeit ist jederzeit ersichtlich!), Einfahrt mit individuellem QR-Code möglich, Zahlung bequem online per PayPal oder sonstwas, Brötchen-Bestellung via platzeigenem System, exakte Abrechung von Strom nach Check-out (Zahlung natürlich online) – und trotzdem der persönliche Touch weil dir Betreiber so genug Zeit hat ein kleines Café am Platz zu betreiben. Und auch die Zeit für einen Plausch nebenbei hat. Einfach gut. Zeitgemäß.

Morgen machen wir dann rüber, über den Rhein und fallen bei den Galliern ein. Ich bin ja mal gespannt, ob sich vier Jahre Französisch endlich auszahlen.

Aber Halle!

Aber Halle!

(Saale)

Nach unserem PDC-Gastspiel in Riesa einen Haken zum Besuch nach Halle (Saale) geschlagen. Wenn man schon mal in der Nähe ist.

Geplant war eigentlich ein Besuch beim Wombat im halleschen Zoo. Aber das eigensinnige Vieh verweigert jegliche Kontaktaufnahme. Macht es fast schon wieder sympathisch.

Na gut, andere Tiere gibts ja auch noch. Bergzoo Halle: klare Empfehlung. Nix besonderes (außer den kontaktscheuen Wombats) klein, übersichtlich und sogar am Pfingstsamstag, sogar zum 125-jährigen Jubiläum nicht überlaufen. Liegt vielleicht auch an der Nähe zu Leipzig. Wenn wir in Halle wohnen würden, würden wir auch in den Zoo nach Leipzig gehen. Bietet mehr und ist deutlich größer – wahrscheinlich aber halt auch voller.

Abends dann noch einen Abstecher zum Essen in die Peripherie und am Ufer der Saale zum Campingplatz am Nordbad zurück. Überraschung: so viel Natur, wildromantisch im Saale-Tal … leider schon den Heimweg am nächsten Tag im Blick. Aber mit Appetit auf mehr.

Womabt, nehm Dich in Acht! Wir kommen wieder.

Alles im Fluss

Alles im Fluss

Elbe. Gewaltiger Strom. Auch im Osten. Oder Grade da? In Riesa schon.

Nachher noch PDC Vorrunde, der eigentliche Grund unseres Kurz-Abstechers in den Osten.